Entfesselter LASK fertigt Admira ab

    10. November 2018, 18:55
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    Linzer festigen mit dem 5:1 in Pasching Platz zwei in der Tabelle – Glasner-Elf in 15 Spielen nur einmal bezwungen

    Pasching – Der LASK ist in der Fußball-Bundesliga auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Der Tabellenzweite gewann am Samstag zum Auftakt der 14. Runde gegen Schlusslicht FC Admira völlig verdient 5:1 (1:0) und holte zum ersten Mal seit 23. September sowie nach fünf erfolglosen Anläufen wieder einmal drei Punkte. Der Rückstand auf Leader Salzburg konnte zumindest für einen Tag auf neun Zähler verringert werden.

    Admira sechs Spiele ohne Sieg

    Der für den verletzten Yusuf Otubanjo etwas überraschend aufgebotene Dominik Frieser rechtfertigte seine Aufstellung mit einem Doppelpack (15., 62.). Die restlichen Treffer in Pasching erzielten ÖFB-U21-Teamspieler Maximilian Ullmann (55.), Thomas Goiginger (67.) und Samuel Tetteh (92.). Die schwachen Gäste kamen durch Sinan Bakis (62.) nur zum Ehrentor, sie verloren damit auch die zweite Partie unter dem deutschen Neo-Trainer Rainer Geyer und sind jetzt schon sechs Partien sieglos.

    Beim LASK standen neben Frieser noch zwei weitere neue Spieler in der Anfangsformation im Vergleich zum 2:2 in St. Pölten. Kapitän Gernot Trauner rückte für Christian Ramsebner ins Team, neu in der Abwehr war auch Markus Wostry. Dafür rückte Philipp Wiesinger für den gesperrten James Holland ins defensive Mittelfeld.

    Dominante Oberösterreicher

    Die Oberösterreicher wurden von Beginn an ihrer Favoritenrolle gerecht, waren tonangebend, kontrollierten Ball und Gegner. Die erste Topchance gab es in der zweiten Minute, nach Ullmann-Hereingabe schoss Reinhold Ranftl aus sieben Metern in die Wolken. Von einem Goiginger-Freistoß ließ sich Tormann Andreas Leitner nicht überraschen (9.). Die dritte Möglichkeit brachte die verdiente Führung. Frieser nahm sich nach einem Michorl-Lupfer schön den Ball herunter und ließ Admiras Goalie keine Chance.

    Turban in Mode

    Ansonsten sahen die 4.873 Zuschauer in der TGW Arena vor allem viel Blut. Trauner und Bjarne Thoelke stießen in der 28. Minute mit dem Kopf zusammen und erlitten beide eine Platzwunde. Mit Kopfverband ging es für beide aber weiter, genauso wie für Wiesinger, der bereits zuvor am Hinterkopf blessiert einen Turban erhalten hatte. Aufseiten der Südstädter sah man viele Fehlpässe, nach vorne fehlte jegliche Durchschlagskraft.

    Nach dem Seitenwechsel machten die Linzer mit einer einstudierten Cornervariante schnell den Sack zu. Eine Hereingabe von Goiginger übernahm Ullmann aus 20 Metern mit der linken Innenseite direkt und der Ball landete genau im Eck. Wenige Minuten später traf Frieser aus mehr als 20 Metern genau ins Eck zum 3:0. Die Admira antworte zwar gleich darauf – Bakis wurde von der Linzer Abwehr nicht attackiert und konnte im Strafraum einschießen – von einer Wende waren sie aber meilenweit entfernt.

    Nur eine Niederlage in 15 Spielen

    Ganz im Gegenteil: Frieser avancierte auch noch zum Assistgeber, spielte ideal in den Lauf für Goiginger, der die nötige Coolness bewahrte und Leitner keine Chance ließ. In der letzten Aktion köpfelte Tetteh noch nach einem Benko-Corner ein. Die Linzer sind damit vier Partien – zu Hause sind es gar sieben Spiele – unbesiegt und haben weiter nur eines der nun bereits 15 jüngsten Pflichtspiele verloren. Gegen die Admira war es der vierte Erfolg en suite. Oliver Glasner konnte also nach seinem 50. Ligaspiel als LASK-Coach richtig zufrieden sein. (APA, 10.11.2018)

    Bundesliga (14. Runde):

    LASK – FC Admira 5:1 (1:0)
    Pasching, TGW Arena, 4.873, SR Altmann.

    Tore:
    1:0 (15.) Frieser
    2:0 (55.) Ullmann
    3:0 (62.) Frieser
    3:1 (66.) Bakis
    4:1 (67.) Goiginger
    5:1 (92.) Tetteh

    LASK: A. Schlager – Wostry, Trauner, Pogatetz – Ranftl, Wiesinger, Michorl (83. Benko), Ullmann – Goiginger (69. Tetteh), Frieser (77. Jamnig), Joao Victor

    Admira: Leitner – Zwierschitz, Thoelke, Vorsager – Soiri, L. Malicsek (69. D. Toth), Hjulmand, Maier – Sahanek, Bakis (83. Schmidt), Jakolis (77. Starkl)

    Gelbe Karten: Keine bzw. Zwierschitz

    Stimmen:

    Oliver Glasner (LASK-Trainer): "Wir haben die Admira mit einer Dreierkette erwartet, deswegen war es unser Ziel, flach in die Spitze zu spielen. Das haben wir in der ersten Halbzeit zu wenig gemacht, außer beim Tor zum 1:0. In der zweiten Halbzeit ist die Admira besser ins Spiel gekommen, wir haben aber schnell das 2:0 gemacht. Kompliment an meinen Co-Trainer Michael Angerschmied für die einstudierte Eckballvariante. Wir haben das schon in Innsbruck erfolgreich umgesetzt, wo es jedoch als Abseits geahndet wurde. Wichtig war heute auch, dass wir wenig Standards zugelassen haben."

    Rainer Geyer (Admira-Trainer): "Was soll ich sagen, wir haben gegen eine selbstbewusste, eingespielte Mannschaft gespielt. Ich denke, dass wir bis zur 60. Minute auf Augenhöhe waren. Ich hatte ein gutes Gefühl nach der Pause, weil wir da eine gute Phase hatten, doch dann macht der LASK zwei Tore des Monats und nagelt den Ball von außerhalb des Strafraums ins Netz. Danach haben wir keine Kontrolle mehr bekommen, doch es bleibt dabei, wir haben nur ein Spiel verloren. Die Länderspielpause ist vielleicht wertvoll, weil dann der eine oder andere Spieler zurückkommt. Wir haben doch einige Verletzte."

    Die Spielberichte der 14. Bundesliga-Runde:

    WAC schlägt Rapid spät

    Hartberg holt drei Punkte in Mattersburg

    Schiedsrichter-Diskussionen bei Sturm-St. Pölten

    Entfesselter LASK fertigt Admira ab

    Wacker bleibt gegen Altach in Erfolgsspur

    • Eher seltenes Ereignis: Philipp Wiesinger und Gernot Trauner mit Turban im Einsatz.
      foto: apa/expa/reinhard eisenbauer

      Eher seltenes Ereignis: Philipp Wiesinger und Gernot Trauner mit Turban im Einsatz.

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