OMV steigt erstmals direkt in asiatischen Markt ein

    9. November 2018, 13:36
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    Partnerschaft mit Ölkonzern Sapura – OMV lässt sich Einstieg zumindest 715 Millionen Dollar kosten

    Berlin – Der OMV-Konzern wird mit dem Einstieg in die malaysische Öl- und Gasproduktion erstmals auch in der Vermarktung direkt am großen asiatischen Markt tätig sein können. Das sagte Generaldirektor Rainer Seele am Freitag. Die Produktion dort soll mit geringen Investitionen bis 2023 auf 60.000 Barrel täglich versechsfacht werden. Langfristig erhofft sich Seele weitere Lagerfunde in Malaysia.

    Erfolgt ist der Einstieg über eine Partnerschaft mit der malaysischen Sapura Energy. Die Österreicher zahlen dazu 540 Millionen Dollar für einen Anteil von 50 Prozent an der Öl- und Gas-Tochter Sapura Upstream, wie sie am Freitag mitteilten. Sapura Energy überträgt zudem 350 Millionen Dollar Schulden an die Tochter, von denen OMV nach Angaben eines OMV-Sprechers die Hälfte finanziert. Insgesamt lassen sich die Österreicher den Schritt also mindestens 715 Millionen Dollar kosten. Weitere bis zu 85 Millionen Dollar würden abhängig vom Ölpreis und vom Erfolg der Öl-Exploration in Mexiko fällig.

    OMV hatte bereits angekündigt, vor allem in der Region Südostasien die Fühler ausstrecken zu wollen. Dort seien die Produktionskosten niedrig, die Nachfrage steige stark und die Abhängigkeit von politisch riskanten Ländern wie Russland oder dem Nahen Osten werde reduziert. "Die Öl- und Gasnachfrage soll in Malaysia bis 2030 um 20 Prozent steigen und die OMV nützt diese Gelegenheit in einem wachsenden Markt Fuß zu fassen", sagte OMV-Chef Rainer Seele. (APA, Reuters, 9.11.2018)

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