Kartellamt hat offenbar keine Bedenken gegen Kaufhof-Karstadt-Fusion

    8. November 2018, 19:26
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    Voraussichtlich keine vertiefte Prüfung für Gemeinschaftsunternehmen zwischen nordamerikanischem Handelsriesen HBC und der österreichischen Signa

    Essen/Köln/Wien – Das deutsche Kartellamt wird den Warenhausketten Kaufhof und Karstadt bei ihrer Fusion Insidern zufolge keine Steine in den Weg legen. Das Kartellamt werde die Pläne für den Zusammenschluss ohne eine vertiefte Prüfung freigeben, sagten am Donnerstag mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

    Über die bevorstehende Freigabe der Pläne durch das Kartellamt berichtete auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Das Kartellamt hat in einer ersten Phase bis zu diesem Freitag Zeit, die Pläne unter die Lupe zu nehmen. Ein Sprecher des Kartellamts wollte die Angaben nicht kommentieren und verwies auf den Frist-Ablauf am Freitag. Ein Sprecher des Kaufhof-Eigners HBC sagte, der Konzern warte die Entscheidung der Wettbewerbshüter ab, ein Sprecher des Karstadt-Eigners Signa war nicht zu erreichen.

    Der nordamerikanische Handelsriese HBC und die österreichische Signa hatten Mitte September ein Gemeinschaftsunternehmen aus den beiden ehemaligen Erzrivalen auf den Weg gebracht. Die zusammengeführten Geschäfte erzielten HBC zufolge 2017 einen Umsatz von 5,4 Milliarden Euro. Das Gemeinschaftsunternehmen soll 32.000 Mitarbeiter beschäftigen. Besonders in der Kaufhof-Belegschaft geht die Sorge um, dass es zu zahlreichen Stellenstreichungen kommen könne. Karstadt-Eigner Rene Benko hatte indes Spekulationen über einen massiven Stellenabbau beim Kaufhof im Zuge der Warenhausfusion zurückgewiesen. (Reuters, 8.11.2018)

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