Korallenschutz: Inselstaat Palau will Sonnencremes verbieten

    9. November 2018, 10:05
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    Was gut für die Haut ist, ist oft Gift für die Umwelt, speziell für Korallen: Deshalb verbietet Palau nun Sonnencremes mit bedenklichen Inhaltsstoffen.

    Koror – Das pazifische Urlaubsparadies Palau will als erstes Land der Welt bestimmte Sonnencremes verbieten, um seine Korallenriffe zu schützen. Ein Regierungssprecher verwies am Donnerstag in der Hauptstadt Koror auf Erkenntnisse, denen zufolge Chemikalien aus Sonnenschutzmitteln schon in geringen Mengen die empfindlichen Korallen zum Absterben brächten. Das Verbot soll Anfang 2020 in Kraft treten.

    "An jedem beliebigen Tag gelangt an den beliebten Tauch- und Schnorchelorten von Palau literweise Sonnencreme in den Ozean", sagte der Sprecher. Künftig solle die Einfuhr oder der Verkauf verbotener Sonnencremes mit Strafen von umgerechnet 880 Euro belegt werden.

    Das Verbot bezieht sich auf Sonnenschutzmittel mit chemischen Wirkstoffen wie Oxybenzon, Octocrylen und Parabene. Diese sind in den meisten Standardmarken enthalten.

    Der westpazifische Inselstaat ist ein beliebtes Urlaubsziel. Besonders die Unterwasserwelt zieht viele Urlauber an. Vor Palau hat bereits der US-Bundesstaat Hawaii Korallen-schädliche Sonnencremes verboten. Dieses Verbot soll aber erst 2021 in Kraft treten. (APA, AFP, 8.11.2018)

    • Der westpazifische Inselstaat Palau ist ein beliebtes Urlaubsziel. Besonders die Unterwasserwelt zieht viele Urlauber an.
      foto: getty images/istockphoto/dothow

      Der westpazifische Inselstaat Palau ist ein beliebtes Urlaubsziel. Besonders die Unterwasserwelt zieht viele Urlauber an.

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