Hoeneß wird Kovac weiter "bis aufs Blut verteidigen"

    8. November 2018, 10:53
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    Bayerns Präsident steht weiter zum Trainer – "Fahren zum ersten mal seit langer Zeit als Außenseiter nach Dortmund"

    Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat Trainer Niko Kovac vor dem Bundesliga-Gipfel bei Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr, Sky) den Rücken gestärkt. Seine Aussage von Anfang Oktober, er werde Kovac "bis aufs Blut" verteidigen, gelte nach wie vor, sagte Hoeneß nach dem 2:0 (1:0) in der Champions League gegen AEK Athen: "Daran hat sich nichts geändert, meine Aussagen gelten nicht nur für zwei, drei Wochen."

    Hoeneß warb um Verständnis für die aktuellen Schwächen der Bayern. "Wir haben eine Mannschaft, die im Umbruch ist, einen jungen Trainer, der sich hier reinarbeiten muss. Da muss man ein bisschen Geduld haben."

    Auch wenn der FC Bayern das Minimalziel Achtelfinale in der Königsklasse dank zweier Treffer von Torjäger Robert Lewandowski (31., Foulelfmeter und 71.) fast schon erreicht hat – vom berühmten Mia-san-mia war erneut nichts zu spüren. Weder auf noch neben dem Platz! Das seien "nicht die Super-Bayern, die man kennt. Wir haben auch kein Feuerwerk abgefackelt. Wir müssen uns alles hart erarbeiten", räumte Kapitän Manuel Neuer mit nachdenklicher Miene ein.

    Auch DFB-Teamspieler Joshua Kimmich wollte den mühevollen Sieg gegen biedere Griechen vor dem Klassiker beim BVB nicht überbewerten. Dieser gebe allenfalls "ein bisschen Selbstvertrauen. Das war keine Glanzleistung und ähnlich wie in den letzten Spielen nicht überragend."

    Tabellenführer Dortmund sei gegen die Münchner deshalb Favorit, betonte Hoeneß, "man kann ja nicht nach Dortmund fahren und sagen, ich will einen Dreier einfahren. Dortmund hat bisher eine sehr, sehr gute Saison gespielt, gar keine Frage. Wir fahren zum ersten Mal seit langer Zeit als Außenseiter nach Dortmund."

    Auch Kovac sieht den BVB im Vorteil. "Sie sind leichter Favorit, weil sie zu Hause spielen", sagte der Coach. "Gegen Dortmund müssen wir uns sicherlich noch steigern, aber das wird ein ganz anderes Spiel. Dortmund spielt auch nach vorne, das wird uns Räume öffnen und die Möglichkeit geben, Tore zu erzielen." (sid, 8.11.2018)

    • Uli Hoeneß lässt nichts über seinen Trainer Niko Kovac kommen.
      foto: imago/oryk haist

      Uli Hoeneß lässt nichts über seinen Trainer Niko Kovac kommen.

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