Bundeskartellamt will Unitymedia-Kauf durch Vodafone prüfen

    8. November 2018, 10:56
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    Übernahme ist 18,4 Milliarden Euro schwer – "vor allem Deutschland von den Wirkungen betroffen"

    Das Bundeskartellamt will die Prüfung der 18,4 Milliarden Euro schweren Übernahme von Unitymedia sowie weiterer Osteuropa-Aktivitäten des US-Kabelnetzbetreibers Liberty Global durch Vodafone an sich ziehen. Im Einvernehmen mit dem Bundeswirtschaftsministerium sei ein Antrag auf Verweisung des Fusionsfalls von der Europäischen Kommission zum Bundeskartellamt gestellt worden, soweit sich dieser Zusammenschluss auf Märkte in Deutschland auswirkt, teilte die Bonner Behörde am Donnerstag mit.

    Vor allem Deutschland

    "Von den Wirkungen des Zusammenschlusses ist vor allem Deutschland betroffen. Hier könnte die Übernahme von Unitymedia zu ganz erheblichen Veränderungen der Marktverhältnisse im Bereich des Kabelfernsehens und der Telekommunikation führen", begründete Kartellamtspräsident Andreas Mundt die Entscheidung.

    Die europäische Fusionskontrollverordnung sieht vor, dass ein Verfahren unter bestimmten Bedingungen an einen oder mehrere Mitgliedstaaten verwiesen werden kann. Die EU-Wettbewerbsbehörde hat sich eine Frist bis zum 27. November gesetzt, um den Deal zu überprüfen.

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