Kein Erfolg auf Tinder: 69-Jähriger klagt, um wieder als 49 zu gelten

8. November 2018, 14:34
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Ein niederländischer Rentner will sein Alter per Klage auf dem Papier um 20 Jahre verringern und sieht sich diskriminiert

Der 69-jährige Holländer Emile Ratelband hat vor einem holländischen Gericht eine Klage eingebracht um sein Geburtsdatum vom 11. März 1949 auf den 11. März 1969 zu ändern. Er fühle sich diskriminiert und zog als Vergleich heran, dass man schließlich auch seinen Namen oder sein Geschlecht ändern könne. "Warum dann nicht sein Alter?", fragte er die niederländische Tageszeitung "De Telegraaf".

foto: apa/afp/anp/roland heitink
Der rüstige Rentner will es auf Tinder noch einmal wissen.

Das Lokalgericht in Arnhem, südwestlich von Amsterdam soll nach Einlangen der Klage nun binnen der nächsten vier Wochen über den Fall entscheiden. Angeblich sollen die Richter dem Unterfangen des Mannes jedoch sehr skeptisch gegenüberstehen. Zwar gibt es in den Niederlanden umfassende Gesetze die Diskriminierung – etwa wegen des Alters am Arbeitsplatz – verbieten. Ein Rechtsanspruch auf eine freie Wahl des bei den Behörden eingetragenen Alters lässt sich daraus aber wohl nicht ableiten.

Mangelnder Tindererfolg

Neben Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche, sei es als 49-Jähriger auch leichter ein neues Haus oder ein neues Auto zu kaufen, behauptet der 69-Jährige. Mit seinem Gesicht wäre er als 49-Jähriger auf Tinder zudem in einer äußerst luxuriösen und vielversprechenden Position, so Ratelband. Auch sein Doktor würde bestätigen, dass er fit wie ein 45-Jähriger sei.

Sollte er mit seiner Klage erfolgreich sein, würde der Niederländer selbstverständlich seine Pension nicht länger in Anspruch nehmen. (red, 8.11.2018)

  • Um auf Tinder jünger zu "sein", könnte Emile Ratelband auch einfach bei seinem Alter auf Facebook schummeln.
    foto: apa/afp/getty images/joe raedle

    Um auf Tinder jünger zu "sein", könnte Emile Ratelband auch einfach bei seinem Alter auf Facebook schummeln.

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