In eigener Sache: 110-mal Archäologieblog

Blog8. November 2018, 07:17
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Der Archäologieblog im STANDARD geht neue Wege, aber nicht ohne Danke zu sagen – an Kuratorin Michaela Binder und die Community

110-mal ist der Archäologieblog seit dem 7. April 2016 im STANDARD erschienen. Anfangs gestartet mit vier Stammbloggerinnen und -bloggern, haben sich Autorenschaft und Themen rasch vervielfacht. Mehr als 30 Gastbloggerinnen und -blogger, viele davon noch mitten in ihrem Archäologiestudium, aber auch "fertige", in Lehre, Forschung und Denkmalschutz tätige Archäologinnen und Archäologen ebenso wie Kolleginnen und Kollegen aus Nachbardisziplinen haben die unterschiedlichsten Beiträge verfasst.

Die Themenpalette reichte dementsprechend vom Paläolithikum bis zur Neuzeit, von der Archäoastronomie bis zur Zooarchäologie, vom internationalen Projekt in Stonehenge bis zur Rettungsgrabung in Niederösterreich. Ziel des Blogs war und ist es, die Leser in die Welt der Archäologie eintauchen zu lassen und Archäologie aus der Sicht von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern erlebbar und verständlich zu machen.

Danke, Michaela!

Aufmerksamen Archäologieblog-Leserinnen und -Lesern ist vielleicht aufgefallen, dass unser Blog im letzten Monat etwas unregelmäßig erschienen ist. Sonst (fast) jeden Donnerstag gegen acht Uhr online, mussten wir in letzter Zeit einige Termine auslassen. Der Grund dafür liegt in personellen Veränderungen im Hintergrund. Anthropologin Michaela Binder, die die Idee zum Archälogieblog hatte und seit dem ersten Beitrag auch die Koordination der Beiträge übernommen hat, wird sich beruflich verändern und diese Funktion daher leider nicht mehr ausüben können. Mit diesem Schritt hing auch die Zukunft des Archäologieblogs für einige Wochen in der Schwebe. Dass das nicht sein darf, war uns verbliebenden Stammbloggerinnen und -bloggern sehr schnell klar, und nach einigen Gesprächen haben wir, Fiona und Petra, beschlossen, diese Aufgabe in Zukunft gemeinsam zu schultern.

Mit dem heutigen Blog möchten wir uns vor allem für die Arbeit von Michaela bedanken, die in den letzten zweieinhalb Jahren in ihrer Freizeit mit viel Einsatz dafür gesorgt hat, den Archäologieblog mit interessanten Themen zu füllen, und unermüdlich Kollegen und Kolleginnen angesprochen, angeschrieben und angerufen hat, um sie für den Archäologieblog zu gewinnen.

foto: eigenes
Vielen Dank an Michaela Binder für ihre Initiative und ihr Engagement.

Instrument der Wissensvermittlung

Ein Aspekt des Archäologieblogs auf DER STANDARD, den auch wir Blogger sehr schätzen, sind die mitunter regen Diskussionen der User im Forum, die wir aufmerksam verfolgen und bei denen wir uns auch gerne die Zeit nehmen, Fragen zu beantworten oder Inhalte noch einmal genauer zu erklären. Für uns ist der Archäologieblog ein Instrument zur Wissensvermittlung, das wir sehr ernst nehmen. Wissensvermittlung ist Teil der Aufgabe von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern und eine, die in Zeiten von Halbwahrheiten und schnellen Headlines immer wichtiger wird.

Aus diesem Grund möchten wir den Archäologieblog noch ein Stückchen "interaktiver" machen und würden uns über Themenanregungen der STANDARD-Community freuen. Das können Fragen zur Archäologie ganz allgemein sein oder Wünsche nach Informationen über einzelne Fundstellen, zu Arbeitsbedingungen, Berufsaussichten, Betätigungsfeldern et cetera. Kurz: alles, was Sie schon immer rund um das Thema Archäologie wissen wollten.

Zu guter Letzt möchten wir uns für die oft ermunternden und witzigen, mitunter kritischen, aber immer interessanten Kommentare unserer Leserschaft bedanken und hoffen, dass der Archäologieblog auch in den kommenden Jahren so gut aufgenommen wird. Wir freuen uns auf diese Aufgabe! (Petra Schneidhofer, Fiona Poppenwimmer, 8.11.2018)

Petra Schneidhofer ist Geoarchäologin und arbeitet seit 2018 als Spezialistin für geophysikalische Prospektion und 3D-Dokumentation für die Vestfold Fylkeskommune in Norwegen. Sie beschäftigt sich dort vor allem mit der Implementierung zerstörungsfreier Methoden im Denkmalschutz sowie der Erforschung wikingerzeitlicher Fundstellen. Twitter: @geoarchlady

Fiona Poppenwimmer ist Studentin der Urgeschichte und Historischen Archäologie und seit mehreren Jahren Mitarbeiterin der Hallstatt-Forschung. Besonders beteiligt war sie an Bearbeitung, Dokumentation und Wiederaufbau der bronzezeitlichen Holzstiege aus dem Salzbergwerk Hallstatt. Sie ist für die Redaktion des Stiegenblogs zuständig, mitverantwortlich für Dokumentation und Durchführung der Grabung im Hallstätter Bergwerk und im Virtual-Arch-Projekt angestellt.

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