Erneut archäologische Funde in Kairoer Armenviertel

    7. November 2018, 11:59
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    Relikte aus dem Alten Reich sind 3.000 bis 4.000 Jahre alt – am gleichen Ort wurde 2017 eine riesige Pharaonenstatue ausgegraben

    foto: ap/egyptian ministry of antiquities
    Neuer Fund in Kairo.

    Kairo – Im März 2017 gingen Bilder einer riesigen Pharaonenstatue um die Welt, die im Kairoer Armenviertel Al-Matarija ausgegraben worden war – in der Antike hatte sich dort die Stadt Heliopolis befunden. Nach anfänglichem Rätselraten konnte die acht Meter hohe Statue schließlich Pharao Psammetich I. zugeschrieben werden, der von 664 bis 610 vor unserer Zeitrechnung regierte.

    Und die Ausgrabungen in Al-Matarija halten an und liefern auch weiterhin Ergebnisse. Ein deutsch-ägyptisches Forscherteam hat nun in Kalkstein gravierte Inschriften entdeckt. Erneut wurden auch Teile von Statuen gefunden. Einige der Funde lassen sich auf die 12. und 20. Dynastie des Alten Reichs zurückführen, sind also 3.000 bis 4.000 Jahre alt, wie das Antikenministerium in Ägypten mitteilte.

    Geleitet wird die archäologische Mission von dem deutschen Ägyptologen Dietrich Raue. Ihm zufolge nehmen die Inschriften auf dem nun gefundenen Kalkstein Bezug auf die ägyptische Urgottheit Atum. (red, APA, 7. 11. 2018)

    foto: reuters/mohamed abd el ghany
    So etwas wie diese Pharaonenstatue, die 2017 in Al-Matarija ausgegraben wurde, findet man selbst in Ägypten nicht alle Tage.
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