Chinas Behörden überwachen Schritt und Tritt

    7. November 2018, 11:54
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    AI-Algorithmen kommen zum Einsatz, wenn Kameras keine Gesichter filmen können

    Unter chinesischen Unternehmen ist in den letzten Jahren ein wahrer Wettlauf um die besten Überwachungstechniken entbrannt, um die wachsende Nachfrage der Polizeibehörden im Land bedienen zu können. Diese setzen in neuerdings auch eine Software ein, die Menschen allein anhand ihrer Körperform und ihres Ganges erkennt. Die AI-Algorithmen kommen zum Einsatz, wenn Kameras keine Gesichter filmen können. Diese "Gangerkennungssoftware" wird bereits von der Polizei auf den Straßen von Peking und Shanghai eingesetzt.

    Made in China

    Die meisten Überwachungsprodukte werden von chinesischen Firmen hergestellt. Ausländische Firmen spielen bei Überwachung des Milliardenvolks kaum eine Rolle. In Sachen Gangerkennung hat sich das Startup Watrix einen Namen gemacht.

    Huang Yongzhen, der CEO von Watrix, sagte, dass sein System Personen aus bis zu 50 Metern Entfernung identifizieren kann, selbst sie mit dem Rücken zur Kamera stehen oder das Gesicht bedeckt ist.

    foto: ap
    Die Software von Watrix
    ap

    Die immer ausgeklügelteren Überwachungstechniken lassen Menschenrechtler befürchten, dass Chinesen nur noch wenig Privatsphäre bleibt. Roboter in Form von "R2-D2" aus "Star Wars", ausgestattet mit Dutzenden Sensoren und Kameras sowie rot leuchtenden "Ohren" können einzelne Personen in einer Menschenmenge identifizieren. Spezielle Polizei-Brillen scannen Passanten und gleichen deren Profil direkt mit einer Datenbank von flüchtigen Verdächtigen ab. (red, 7.11.2018)

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    Watrix

    • Die "Gangerkennungssoftware" von Watrix.
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      Die "Gangerkennungssoftware" von Watrix.

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