Bücher gegen Volksverblödung: Die Buch Wien beginnt

    7. November 2018, 11:00
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    Das Event beginnt am Mittwoch mit einer "Langen Nacht der Bücher"

    Wien – Aus dem literarischen Leben Österreichs ist die von 7. bis 11. November zum elften Mal stattfindende internationale Buchmesse Buch Wien kaum mehr wegzudenken. Und dies, obwohl die vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels organisierte Buchmesse (Halle D, Messezentrum) im Vergleich zu den großen Buchmesseschwestern in Frankfurt am Main und Leipzig relativ klein und noch jung ist. Trotzdem hat die viertägige Veranstaltung in den letzten Jahren, indem sie ihre Stärken betont und ihr programmatisches Profil geschärft hat, eine gute Entwicklung genommen.

    Politik und Unterhaltung

    Das Konzept der Buch Wien, sich irgendwo zwischen klassischer Buchmesse, bei der Verlage ihre neuen Programme präsentieren, und weit in die Stadt hinausgreifendem Bücher- und Lesefest zu positionieren, scheint auch die Aussteller zu überzeugen. 370 aus 20 Nationen sind es heuer, das ist ein neuer Rekord.

    Dazu werden mehr als 400 Autorinnen und Autoren anreisen, darunter auch internationale Größen wie Frédéric Beigbeder, Arne Dahl oder der US-Soziologe Richard Sennett, der am Samstag um 18.30 Uhr im Museum am Karlsplatz sein neues Buch Die offene Stadt – Eine Ethik des Bauens und Bewohnens vorstellen wird.

    Politisch präsentiert sich das umfangreiche Sachbuchprogramm, dessen Schwerpunkt auf "100 Jahre Republik" liegt. Unter anderem wird Ex-Bundespräsident Heinz Fischer am Freitag sein gleichnamiges Buch vorstellen (15 Uhr, ORF-Bühne in der Messehalle).

    Lesen bis nach Mitternacht

    Ein weiterer traditioneller Höhepunkt der Messe ist die Lange Nacht der Bücher (u. a. mit Bernhard Aichner, Maschek, David Schalko, Florian Scheuba) Mittwochabend, wenn bis weit nach Mitternacht (vor)gelesen wird.

    Bücher, sagt Programmdirektor Günter Kaindlstorfer, seien "gerade in Zeiten der galoppierenden Volksverblödung, die sich in Social Media immer wieder Raum bricht, eine unerschöpfliche Quelle des Wissens, der Inspiration." Dass sie auch eine Quelle der Unterhaltung sein dürfen, so Kaindlstorfer weiter, wolle man mit der Buch Wien beweisen. (steg, 6.11.2018)

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