Innenministerium löschte auch Aussendung mit Klenk-Korrespondenz

    5. November 2018, 15:09
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    Nach der Kritik um die Veröffentlichung von Nachrichten des "Falter"-Chefredakteurs

    Wien – Das Innenministerium hat nun seine Aussendung vom 3. Oktober, in der es Nachrichten von "Falter"-Chefredakteur Florian Klenk veröffentlicht hatte, gelöscht. Das bestätigte Ministeriumssprecher Alexander Marakovits, nachdem Klenk ein Foto eines BMI-Schreibens auf Twitter gepostet hatte. Die Aussendung wurde sowohl von der Ministeriums-Homepage als auch aus der OTS-Datenbank entfernt – der STANDARD berichtete darüber.

    Die OTS des BMI hatte für Aufregung gesorgt, da SMS und Mails von Klenk im Wortlaut zitiert wurden. Das Ministerium wollte damit seine Argumentation untermauern, dass Klenk in seiner Berichterstattung über die BVT-Affäre nicht ausreichend gründlich recherchiert habe. Die Veröffentlichung rief massive Kritik hervor, unter anderem wegen einer möglichen Verletzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

    Die Beschwerde des Innenministeriums in gegen Klenks Berichterstattung liegt indes noch im Presserat – der Fall sei noch nicht abgeschlossen, hieß es dort am Montag. (APA, 5.11.2018)

    • "Falter"-Chefredakteur Florian Klenk beantragte die Löschung seiner Korrespondenz von der Polizei, hier bei der Ehrung zum "Journalisten des Jahres 2016".
      foto: apa/hans punz

      "Falter"-Chefredakteur Florian Klenk beantragte die Löschung seiner Korrespondenz von der Polizei, hier bei der Ehrung zum "Journalisten des Jahres 2016".

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