Altach und Rapid mit gerechter Punkteteilung in rasanter Partie

4. November 2018, 19:07
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Rapid dominierte in der ersten Hälfte, danach Altach. Fischer glich die Gegentore von Sonnleitner und Murg aus

Altach – Rapid hat am Sonntag den dritten Sieg in Folge verpasst. Die Hütteldorfer mussten sich in der 13. Bundesliga-Runde mit einem 2:2 beim SCR Altach zufriedengeben und liegen damit auf Rang sieben, zwei Punkte hinter dem Sechsten Austria. Altach vergrößerte als Vorletzter den Vorsprung auf die Admira auf zwei Zähler.

Rapid ging durch Mario Sonnleitner (9.) und Thomas Murg (42.) zweimal in Führung, den Gastgebern gelang dank eines Doppelpacks von Manfred Fischer (32., 48.) der Ausgleich. Damit müssen die Wiener weiter auf den ersten Sieg in Altach seit 10. Mai 2015 warten.

Starker Rapid-Beginn

Dass der Bann nicht gebrochen wurde, hatten sich die Grün-Weißen auch selbst zuzuschreiben, denn sie begannen stark und hätten die Partie schon vor dem Seitenwechsel entscheiden können. In der 4. Minute flog ein Schuss von Andrija Pavlovic nur knapp über die Latte, in der 9. Minute scheiterte Veton Berisha aus guter Position an Altach-Schlussmann Martin Kobras. Den darauffolgenden Corner führte Christoph Knasmüllner aus und Sonnleitner köpfelte den Ball ins lange Eck. Der Innenverteidiger hatte schon vor einer Woche ebenfalls nach Eckbällen zwei Tore gegen die Admira erzielt.

In der 22. Minute jubelte Sonnleitner über seinen vermeintlich zweiten Treffer. Das Tor wurde allerdings wegen Abseits aberkannt – wohl zu Unrecht, wie die TV-Bilder zeigten. Abgesehen von dieser offensichtlichen Fehlentscheidung hätte Rapid genug Gelegenheiten gehabt, die Führung auszubauen. Die Kombinationen liefen in dieser Phase einigermaßen flüssig, allerdings misslang oft der letzte Pass.

Altach glich aus

Das sollte sich in der 24. Minute rächen. Stefan Schwab leistete sich einen Ballverlust, Joshua Gatt lief mühelos an Sonnleitner vorbei und legte auf für Fischer, der nur noch aus kurzer Distanz vollenden musste. Rapid antwortete zunächst mit einem Knasmüllner-Kopfball knapp neben das Tor (27.) und schließlich mit der neuerlichen Führung. Knasmüllner überlistete mit einem klugen Pass die Altach-Abwehr, Murg zog an Kobras vorbei und schob zum 2:1 ein (42.).

Wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff waren die Gäste der Vorentscheidung ganz nahe. Kobras hatte bei einem Weitschuss von Manuel Martic größte Mühe, beim Nachschuss von Knasmüllner rettete Felix Luckeneder. In der 48. Minute schlugen dann die Altacher erneut zu. Christian Gebauer hebelte Rapids Defensive mit einem Pass auf Fischer aus, der Richard Strebinger per Lupfer bezwang.

Altach dem Sieg näher

In der Folge entwickelte sich eine Partie, die an Rapids Auftritt beim 0:3 in Hartberg erinnerte. Die Hütteldorfer rannten ideenlos an und ließen dem Gegner Räume, nur dass sie die Altacher in diesem Fall nicht nützten – auch wenn sie zweimal nahe dran waren: Ein Schuss aus kurzer Distanz von Adrian Grbic ging an die Stange (70.), eine Topchance von Fischer wurde von Strebinger zunichtegemacht (74.). Rapid hatte in der Offensive nur noch einen Schwab-Schuss relativ knapp über das Tor (77.) und einen von Kobras parierten Alar-Versuch (94.) zu bieten. (APA, 4.11.2018)

Bundesliga. 13. Runde, Sonntag

SCR Altach – SK Rapid Wien 2:2 (1:2)
Cashpoint-Arena, 5.083 Zuschauer, SR Schüttengruber

Torfolge:
0:1 (9.) Sonnleitner
1:1 (32.) Fischer
1:2 (42.) Murg
2:2 (48.) Fischer

Altach: Kobras – C. Gebauer, Oum Gouet, Piesinger, Luckeneder, Schreiner (46. Karic) – Fischer, Müller – S. Nutz (87. Gubari) – Gatt (67. Dobras), Grbic

Rapid: Strebinger – Potzmann, Sonnleitner, Barac (61. Müldür), Bolingoli – Murg, Martic, Schwab, Berisha – Knasmüllner (80. D. Ljubicic), Pavlovic (73. Alar)

Gelbe Karte: Martic

Stimmen:

Werner Grabherr (Altach-Trainer): "Die erste Hälfte war nicht gut von uns, dafür hat es in der Pause auch klare Worte gegeben. Nach der Pause war es so, wie wir zu Hause auftreten wollen, giftiger und kompakter. Ich bin mit dem Ergebnis aber nicht zufrieden, weil es das dritte Unentschieden in Folge ist und wir in der Tabelle feststecken."

Dietmar Kühbauer (Rapid-Trainer): "Die erste Hälfte war vielleicht die beste von uns, seit ich bei Rapid bin. Das Einzige, das ich der Mannschaft vorwerfen kann, ist, dass sie nicht mehr Tore gemacht hat. Natürlich tut das nicht gegebene zweite Tor von Sonnleitner weh, denn zu diesem Zeitpunkt wäre Altach wohl erledigt gewesen. Hinten raus waren wir nicht mehr so frisch wie Altach, was allerdings auch den vielen Verletzten geschuldet ist."

Ticker-Nachlese

Altach und Rapid trennen sich 2:2

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Ticker-Nachlese vom Samstag:

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  • Murg und Luckeneder kämpften um den Ball. Am Ende stand eine Punkteteilung.
    foto: apa/dietmar stiplovsek

    Murg und Luckeneder kämpften um den Ball. Am Ende stand eine Punkteteilung.

  • Manfred Fischer traf doppelt.
    foto: apa/dietmar stiplovsek

    Manfred Fischer traf doppelt.

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