Chatschanow schlägt Djokovic und gewinnt Bercy

    4. November 2018, 17:14
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    Erster Masters-1000-Titel für den russischen Thiem-Bezwinger nach einem Zweisatzsieg über Djokovic

    Paris – Dominic Thiem hat am Samstag im Halbfinale gegen den späteren Sieger von Paris-Bercy verloren. Der 22-jährige Russe Karen Chatschanow feierte am Sonntag seinen bisher größten Sieg und bezwang im Finale den ab Montag wieder Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic mit 7:5, 6:4. Es war in Chatschanows Traumwoche der vierte Sieg über einen Top-Ten-Spieler.

    Traumwoche

    Nach John Isner (USA/ATP-9.), Alexander Zverev (GER/5.) und Thiem (8.) knackte der Jungstar auch noch die Nummer zwei, die ab Montag erstmals seit zwei Jahren wieder Nummer eins der Welt ist. Eine sensationelle Woche für den Moskau-Sieger, dessen bisher bestes 1000er-Resultat das Halbfinale vor einigen Monaten in Toronto gewesen ist.

    Chatschanow hat damit auch die Siegesserie des Wimbledon- und US-Open-Siegers beendet, der zuletzt 22 Matches in Folge gewonnen hat. Djokovic hatte am Vortag im Halbfinale Roger Federer (SUI-3) erst nach 3:03 Stunden mit 7:6 im dritten Satz bezwungen, Chatschanow davor gegen Thiem nur knapp über 70 Minuten gebraucht.

    Auf Dawydenkos Spuren

    Der Russe gratulierte bei seiner bisher größten Siegerehrung schon wie ein alter Profi seinem Gegner. "Du hast ein fantastisches Comeback gefeiert und bist so ein Inspiration. Ich bin stolz, dass ich mit dir den Platz geteilt habe", meinte Chatschanow. Djokovic spielte nicht auf seinem absolutem Toplevel und sagte das danach auch: "Ich habe heute leider nicht so gut gespielt, aber aller Respekt zu deiner Leistung. Ich bin sicher, wir werden von dir noch sehr viel Tennis sehen."

    Chatschanow ist damit der dritte Premierensieger auf dem höchsten ATP-Level nach Juan Martin Del Potro (Indian Wells) und John Isner (Miami) in diesem Jahr, aber auch mit Abstand der Jüngste. Er ist auch der erste russische Masters-1000-Sieger seit Nikolaj Dawydenko vor neun Jahren in Shanghai.

    Nachwehen vom Vortag

    Nicht in Abrede stellen kann man Djokovic freilich das weit intensivere Halbfinalprogramm am Vortag. Der Serbe hatte nach einem wahren Klassiker gegen Roger Federer erst nach 20 Uhr Ruhe. Das 7:6 (6), 5:7, 7:6 (3) über Federer in 3:03 Stunden hat seine Spuren hinterlassen. "Wir hatten während unserer Rivalität schon epische Matches, aber das war eines der besten Spiele, das wir je gemacht haben", hatte der 31-Jährige erklärt.

    Für Chatschanow ist die Saison nun vorbei, er verpasste nur knapp den erstmaligen Einzug in die Top Ten. Er wird am Montag auf Platz elf aufscheinen, so gut wie noch nie. "Es war eine meiner besten Wochen, die ich bisher hatte. Mein Kopf ist voller Emotion, ich bin so glücklich. Schade, dass meine Frau nicht hier ist, weil sie nach einer Operation noch nicht fliegen konnte." (APA, 4.11.2018)

    • Karen Chatschanow gelingt die Sensation in Paris-Bercy.
      foto: reuters/gonzalo fuentes

      Karen Chatschanow gelingt die Sensation in Paris-Bercy.

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      foto: imago/ip3press
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