Salzburg erwartet gegen Mattersburg "Geduldspiel"

2. November 2018, 16:14
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Zickler rechnet mit äußerst defensiv eingestellten Burgenländern – Wacker Innsbruck als Vorbild für Schmidt

Wals-Siezenheim/Mattersburg – Vor dem Heimspiel gegen den SV Mattersburg am Sonntag war bei Fußball-Meister Red Bull Salzburg noch einmal Durchschnaufen angesagt. Trainer Marco Rose gab seiner Mannschaft am Freitag frei und verabschiedete sich in einen Kurzurlaub zu seiner Familie nach Leipzig. In seiner Abwesenheit sprach Assistenzcoach Alexander Zickler über die Ausgangsposition für das Duell mit den Burgenländern.

Der Deutsche rechnet mit einem extrem defensiv eingestellten Gegner. "Es wird für uns nicht einfach. Mattersburg ist seit dem Trainerwechsel stabiler geworden. Auf uns wartet ein Geduldspiel, aber wir wollen die drei Punkte", erklärte der Ex-Bayern-Profi.

Marathon

Sein Team bestreitet gegen den SVM das bereits 23. Pflichtspiel in dieser Saison, zudem steht am Donnerstag das Europa-League-Match gegen Rosenborg in Trondheim an, wo man vorzeitig den Einzug ins Sechzehntelfinale fixieren könnte. "Doch wir werden keine Rücksicht auf das Europacup-Spiel nehmen. Für uns ist jetzt die Partie gegen Mattersburg das Wichtigste, da wollen wir drei Punkte", betonte Zickler.

Laut Abwehrspieler Andreas Ulmer besteht ohnehin keine Veranlassung, auf Sparflamme zurückzuschalten. "Die ganze Mannschaft ist in einer starken Verfassung", sagte der ÖFB-Internationale und ergänzte: "Wir haben zuletzt zweimal nicht voll gepunktet und wollen in die Erfolgsspur zurück."

Tatsächlich wirkten die "Bullen" in den vergangenen Tagen nicht mehr derart unantastbar wie noch in der ersten Saisonphase. Zuletzt gab es in der Bundesliga ein Heim-1:1 gegen Wacker Innsbruck und ein Auswärts-3:3 gegen den LASK, der Aufstieg ins Cup-Viertelfinale gestaltete sich mit einem 1:0 am Mittwoch bei Austria Lustenau um einiges mühsamer als erwartet.

Spekulation

Deshalb spekuliert Mattersburg-Trainer Klaus Schmidt mit einer Überraschung. "Es kann sein, dass die Salzburger ein bisschen ausgebrannt und müde sind. Aber ob das wirklich so ist, werden wir erst am Sonntag sehen." Den enttäuschenden Auftritt des Serienmeisters in Lustenau wollte der Steirer nicht überbewerten: "Das Pferd ist genauso hoch gesprungen, wie es springen muss."

Als Vorbild dient dem 51-Jährigen die Leistung von Aufsteiger Wacker Innsbruck, der den Salzburgern in Wals-Siezenheim mit einer "Maurertaktik" ein Unentschieden abknöpfte. "Wacker hat es uns vorgemacht und wir werden versuchen, Ähnliches zu schaffen." Die Statistik spricht nicht unbedingt für dieses Vorhaben: Salzburg hat die jüngsten acht Heimspiele gegen Mattersburg allesamt gewonnen und ist seit 51 Bewerbspartien vor eigenem Publikum ungeschlagen. (APA, 2.11.2018)

Red Bull Salzburg – SV Mattersburg (Wals-Siezenheim, Red-Bull-Arena, 14.30 Uhr, SR Eisner). Bisheriges Saisonergebnis: 2:0 (a). 2017/18: 2:1 (a), 2:0 (h), 2:2 (a), 1:0 h

Salzburg: Stankovic/Walke – Lainer, Ramalho, Onguene, Ulmer – Samassekou – Haidara, Wolf, X. Schlager – Gulbrandsen, Dabbur

Ersatz: Walke/Stankovic/Coronel – Szoboszlai, Minamino, C. Leitgeb, Mwepu, Prevljak, Daka, Yabo

Es fehlen: Pongracic (gesperrt), Farkas, Van der Werff (beide Knieverletzung), Todorovic (Knöchelverletzung), Ludewig (Gehirnerschütterung), Junuzovic (Muskelfaserriss in der Wade)

Fraglich: Stankovic (Nasenbeinbruch), Yabo (Knöchelprobleme)

Mattersburg: Kuster – Erhardt, Malic/Mahrer, Ortiz – Höller, Jano, Hart, Renner – Ertlthaler, Pusic, Gruber

Ersatz: Salaba – Lercher, Kerschbaumer, Varga, Betancor, Bürger, Prosenik

Es fehlen: Casali (im Aufbautraining), Rath (Knieprobleme), Grgic (Kreuzbandriss)

Fraglich: Malic (Venenentzündung im Bein)

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