Austria will WAC wieder hinter sich lassen

2. November 2018, 15:46
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Lavanttaler rückten in Vorwoche auf Rang vier vor – Violette wollen im 25. Ligaspiel unter Letsch aus Cup gestärkt hervorgehen

Wien/Wolfsberg – Thomas Letsch hofft in seinem 25. Ligaspiel als Trainer der Austria auf ein Deja-vu. Seine Amtszeit bei den Wienern startete der Deutsche mit einem Heimerfolg über den WAC. Einen Sieg gegen die Kärntner peilen die Violetten auch acht Monate später an. Für die Wolfsberger spricht vor dem Antreten in der Generali Arena am Sonntag (14.30 Uhr) jedoch, dass sie die jüngsten Duelle gewonnen haben.

So ging die Austria nicht nur in dieser Saison im Lavanttal als Verlierer (0:1) vom Platz, sondern auch im abschließenden Vergleich der Vorsaison. "Wir wissen, was auf uns zukommt. Der WAC ist eine Mannschaft, die zurecht gleich viele Punkte hat wie wir", betonte Letsch. In der vergangenen Runde ließen die "Wölfe" seine Mannschaft dank der besseren Tordifferenz hinter sich. Die Austria will Rang vier nun zurückerobern.

Bedeutung

Christian Ilzer wollte der Tabelle nicht zu viel Bedeutung zuweisen. "Man darf sich nicht blenden lassen. Die Austria ist eine Topmannschaft", merkte der WAC-Coach an. Sein Team reise dennoch nicht nach Wien, um kampflos die Punkte abzuliefern. "Uns ist bewusst, dass wir eine gute Leistung brauchen. Aber die trauen wir uns zu." In Wien hat der WAC gegen die Austria seit einem 2:0 Anfang Oktober 2014 in sieben Spielen nicht mehr gewonnen. Vier Niederlagen setzte es bei drei Unentschieden.

Das 2:0 am 3. März war das erste Spiel der Favoritner unter Letsch. Zehn Siege, vier Remis und zehn Niederlagen lautet die nunmehrige Bundesliga-Bilanz unter dem Schwaben. In den jüngsten fünf Runden gelang der Austria nur ein voller Erfolg – bei zwei geschossenen Toren. Aktuell hat nur Schlusslicht Admira (9) weniger Tore als die Veilchen (11) erzielt. Zumindest im Achtelfinale des ÖFB-Cups gegen Zweitligist FAC trafen die Austrianer dreimal.

Die Karten

Der zweifache Cup-Torschütze Christoph Monschein dürfte auch am Sonntag in der Startelf stehen. "Ich will nicht zu viel verraten, aber das hat er nicht schlecht gemacht", sagte Letsch. Kevin Friesenbichler könnte neben dem Sturmkollegen beginnen. Von den Verletzten kommt keiner retour. Man wolle an den Cup-Auftritt anschließen, jedoch auch über 90 Minuten kompakter agieren, merkte Letsch an. Kapitän Florian Klein wusste: "Drei Punkte wären sehr wichtig. Wir haben im Cup mehrere Tore geschossen. Es wäre auch wichtig, dass wir da fortsetzen können."

Beim WAC fehlt Dever Orgill, der nach einer beim Cup-Aus gegen Rapid erlittenen Gehirnerschütterung eine Nacht im Krankenhaus verbrachte. Der Stürmer aus Jamaika soll im Liga-Heimspiel gegen die Grünweißen in der kommenden Woche wieder fit sein. Das Spiel bei der Austria hätte Orgill ohnehin aufgrund einer Sperre verpasst. Fragezeichen standen hinter den Einsätzen von Marc-Andre Schmerböck und Mario Leitgeb. Angeschlagen waren nach der Partie gegen Rapid auch Marcel Ritzmaier, Michael Novak und Lukas Schmitz.

Trainer Ilzer versuchte in den vergangenen Tagen, das 0:3 im Cup aufzuarbeiten. Seine Analyse: "Wir haben gegen St. Pölten (1:0, Anm.) ein sehr gutes Spiel gezeigt, drei Tage später gegen Rapid überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Wenn wir es schaffen, auf ein konstantes Niveau kommen, dann traue ich uns in jedem Spiel etwas zu." (APA, 2.11.2018)

Austria Wien – Wolfsberger AC (Wien, Generali Arena, Sonntag, 14.30 Uhr, SR Muckenhammer). Bisheriges Saisonergebnis: 0:1 (a). 2017/18: 2:2 (h), 2:1 (a), 2:0 (h), 1:2 (a).

Austria: Pentz – Klein, Schoissengeyr, Igor, Cuevas – Ebner, Jeggo, Matic – Friesenbichler, Monschein, Ewandro

Ersatz: Lucic – Salamon, Demaku, Prokop, Sax, Sarkaria, Fitz, Venuto

Es fehlen: Grünwald (nach Schulter-OP), Turgeman (Teileinriss Syndesmose- und Innenband), Edomwonyi (im Aufbau nach Rückenblessur), Madl (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Martschinko, Gluhakovic (beide rekonvaleszent)

WAC: Kofler – Novak, Sollbauer, Rnic, Schmitz – Wernitznig, M. Leitgeb/Sprangler, Liendl, Ritzmaier – Schmerböck/Gschweidl, Jovanovic

Ersatz: Dobnik – Gollner, Kigbu, G. Nutz, Hodzic

Es fehlen: Orgill (gesperrt/Gehirnerschütterung), Gölles (Schambeinentzündung)

Fraglich: Schmerböck (Oberschenkel), M. Leitgeb (Wade)

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