Flickr zieht Limits für Gratisnutzer ein

    2. November 2018, 10:38
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    Künftig können nur mehr 1.000 Bilder gleichzeitig geteilt werden – Pro-Features werden erweitert

    Flickr wurde im April von der Fotohosting-Website Smug Mug gekauft – nun zeichnen sich erste Änderungen des Finanzierungsmodells der Plattform ab. Personen, die den Dienst kostenlos nutzen, können nur mehr 1.000 Bilder gleichzeitig hochladen, anstatt wie früher ein Terabyte an Inhalten.

    Überschüssige Fotos müssen gelöscht werden

    Für User, die mehr als 1.000 Fotos haben, bedeutet das, dass sie bis 8. Jänner des kommenden Jahres Zeit haben, überschüssige Bilder zu löschen – ansonsten werden sie ab dem Zeitpunkt keine Inhalte mehr hochladen können. Falls sie bis 5. Februar alte Fotos nicht entfernen, werden die ältesten Bilder, die die 1.000er-Grenze überschreiten, automatisch gelöscht.

    Pro-Features erweitert

    Flickr begründet ihre Entscheidung damit, dass "gratis" nie wirklich gratis bedeute, da Nutzer stattdessen oft mit ihren Daten zahlen müssten. Daher sei es ein Anliegen, stattdessen ein transparentes Modell anzubieten. Das Angebot für Pro-User wurde demnach aufgewertet: Für 50 Euro im Jahr können zahlende Kunden unendlich viele Fotos und Videos bei voller Auflösung hochladen, erhalten Informationen darüber, wie oft diese angesehen wurden, erhalten spezielle Rabatte für Angebote von Adobe und anderen Anbietern. Zudem wird keine Werbung mehr angezeigt, und sie erhalten einen verbesserten Kundensupport. Videos können zehn statt drei Minuten lang sein.

    Trennung von Yahoo-Konten

    Yahoo hatte Flickr bereits 2005 gekauft, damals um 35 Millionen Dollar. Allerdings schaffte der Service es nie, sich weiter zu etablieren, und konnte sich letztlich nicht gegen populäre neuere Dienste wie Instagram durchsetzen. Mit dem Kauf durch Smug Mug soll es künftig auch nicht mehr notwendig sein, einen Yahoo-Account zu nutzen, um sich einzuloggen. Wie viel der Dienst für Flickr zahlte, ist nicht öffentlich. (red, 2.11.2018)

    • Flickr stellt sein Finanzierungsmodell um. Gratisnutzer werden eingeschränkt.
      foto: apa/helmut fohringer

      Flickr stellt sein Finanzierungsmodell um. Gratisnutzer werden eingeschränkt.

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