25 Tote bei Absturz von Armeehubschrauber in Afghanistan

    31. Oktober 2018, 14:41
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    Unterschiedliche Angaben über Opferzahlen – Taliban reklamierte Absturz für sich – Politiker unter den Opfern

    Herat/Kabul – Bei einem Selbstmordanschlag und einem Hubschrauberabsturz in Afghanistan sind am Mittwoch insgesamt mindestens 24 Menschen getötet worden. Bei dem Absturz in der westlichen Provinz Farah reichen die Behördenangaben über die Todeszahl von mindestens 18 bis 25. Bei einem Selbstmordattentat in der Hauptstadt Kabul starben mindestens sechs Menschen.

    Den Angaben zufolge waren zwei Hubschrauber der afghanischen Armee von der Provinzhauptstadt Farah in Richtung der Stadt Herat unterwegs gewesen. Einer der Hubschrauber flog im Bezirk Anar Dara gegen einen Berg. Kein Insasse habe überlebt. Die afghanische Nachrichtenagentur ToloNews berichtete unter Berufung auf einen Militärvertreter von 20 Toten. Die Nachrichtenagenturen Reuters und AFP meldeten unter Behördenangaben 25 Tote.

    Der Chef des Provinzrats von Farah, mehrere seiner Mitarbeiter sowie drei Kinder einer Mitarbeiterin seien bei dem Hubschrauberabsturz getötet worden, teilten die lokalen Behörden mit. Ursache des Absturzes sei ein technisches Versagen gewesen. Ein Sprecher des Gouverneurs von Farah berichtet von schlechtem Wetter.

    Die radikalislamischen Taliban beanspruchten das Unglück jedoch für sich. Kämpfer der Miliz hätten den Helikopter zum Absturz gebracht, hieß es.

    Die Explosion in Kabul ereignete sich am frühen Morgen am Eingang eines Gefängnisses im östlichen Stadtteil Pul-e-Charkhi, wie ein Sprecher des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur sagte. Es habe auch mehrere Verwundete gegeben. Der Attentäter sei zu Fuß gekommen. Zuvor war von mindestens sieben Toten die Rede gewesen.

    Die Agentur ToloNews meldete, die Explosion habe ein Fahrzeug mit Gefängnispersonal getroffen, die meisten der Opfer seien Frauen. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. In dem Gefängnis sitzen Terroristen, darunter auch Taliban.

    (APA/AFP, 31.10.2018)

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