Vermutlich Flugschreiber von indonesischem Flugzeug entdeckt

    31. Oktober 2018, 08:57
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    Die Fluglinie kam damit einer Aufforderung der Regierung nach

    Jakarta –Nach dem Absturz der indonesischen Passagiermaschine haben Suchteams im Meer mutmaßlich die Flugschreiber ausfindig gemacht. Nach Angaben von Ermittlern wurden am Mittwoch sogenannte Ping-Signale empfangen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit von den Aufzeichnungsgeräten im Cockpit stammen. Das Wrack der Maschine liegt etwa 30 Meter tief auf dem Meeresgrund.

    Bei dem Absturz der Boeing 737 des Billigflug-Anbieters Lion Air kamen am Montag alle 189 Menschen an Bord ums Leben. Die Maschine hatte wenige Minuten nach dem Start in der Hauptstadt Jakarta dramatisch an Höhe verloren und fiel ins Meer. Vermutet wird, dass technische Probleme dazu führten. Von den Flugschreibern, den sogenannten Blackboxes, erhoffen sich die Ermittler Aufschluss über die Ursache.

    Airline entließ Technik-Chef nach Absturz in Indonesien

    Die indonesische Billig-Fluggesellschaft hat nach dem Absturz einer Passagiermaschine mit 189 Todesopfern ihren Technik-Chef entlassen. Das bestätigte der Vorstandsvorsitzende Edward Sirait am Mittwoch. Nach Presseberichten kam Lion Air damit einer Aufforderung der Regierung nach. Vermutet wird, dass der Absturz der Boeing 737 am Montag auf technische Probleme zurückgeht.

    Den Such-Teams gelang es inzwischen, das Wrack der Maschine auf dem Meeresboden ausfindig zu machen. Die Boeing soll in 32 Metern Tiefe auf dem Boden der Javasee liegen, etwa 15 Kilometer von der Küste entfernt. Die Blackboxes – die Flugschreiber mit Aufzeichnungen aus dem Cockpit – wurden bisher noch nicht gefunden. Lion Air hat bestätigt, dass es in der Maschine bei einem Flug am Tag vor dem Unglück Probleme mit der Instrumentenanzeige im Cockpit gegeben hatte.

    Die indonesische Regierung hat angeordnet, dass alle anderen Flugzeuge der gleichen Baureihe Boeing 737 MAX 8 gecheckt werden. Sie dürfen jedoch weiterhin fliegen. Verkehrsminister Budi Karya Sumadi kündigte zudem an, die Sicherheitsrichtlinien von Billig-Fluglinien überprüfen zu lassen. Dem Nachrichtenportal Detik sagte er: "Billigflieger sind eine Notwendigkeit. Es ist nichts Schlimmes daran. Es geht darum, die Sicherheit zu verbessern."

    Billigflieger auf Prüfstand

    Indonesien will nach dem Absturz mit 189 Todesopfern die Billigflieger des Landes auf den Prüfstand stellen. Die Regierung kündigte am Mittwoch an, die Sicherheitsrichtlinien gründlich überprüfen zu lassen. Die Maschine – eine Boeing 737 MAX 8 – gehörte der Billigfluggesellschaft Lion Air. Vermutet wird, dass das Unglück auf technische Probleme zurückzuführen ist. Der Technikchef wurde entlassen.

    Zwei Tage nach dem Absturz gelang es Suchteams, das Wrack der Maschine auf dem Meeresboden ausfindig zu machen. Die Boeing liegt nach Angaben der Armee in 32 Metern Tiefe auf dem Boden der Javasee, etwa 15 Kilometer von der Küste entfernt. Die Maschine war Montag früh auf dem Weg aus der Hauptstadt Jakarta zu einer Nachbarinsel. Kurz nach dem Start stürzte sie jedoch ins Meer. Die Unglücksursache ist noch nicht geklärt. An Bord waren 181 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder.

    Aufschluss erhoffen sich die Ermittler von den Blackboxes – die Flugschreiber mit Aufzeichnungen aus dem Cockpit. Bis zum Nachmittag (Ortszeit) waren diese allerdings noch nicht gefunden. Lion Air bestätigte, dass es in der Unglücksmaschine am Tag vor dem Unglück Probleme mit der Instrumentenanzeige im Cockpit gegeben hatte. Demnach wurden Geschwindigkeit und Flughöhe falsch angezeigt.

    Die Regierung ordnete an, dass alle Flugzeuge der gleichen Baureihe gecheckt werden. Auch Lion Air hat noch mehrere Boeing 737 MAX 8 in Betrieb. Sie dürfen jedoch weiterhin fliegen. Verkehrsminister Budi Karya Sumadi kündigte an, die Sicherheitskonzepte überprüfen zu lassen. Dem Nachrichtenportal Detik sagte er: "Billigflieger sind eine Notwendigkeit. Es ist nichts Schlimmes daran. Es geht darum, die Sicherheit zu verbessern."

    Der Vorstandschef von Lion Air, Edward Sirait, bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass es mit der Unglücksmaschine schon am Sonntag Schwierigkeiten gegeben hatte. "Aber die Probleme wurden über Nacht gelöst. Lassen Sie uns die Untersuchung abwarten." Die indonesische Luftverkehrsaufsicht KNKT ermittelt. Das Flugzeug war erst seit Mitte August in Betrieb. (APA/dpa, 31.10.2018)

    • Bei einem Absturz in Indonesien kamen 189 Menschen ums Leben. Das Wrack wurde auf dem Meeresboden ausfindig gemacht.
      foto: ap/tatan syuflana

      Bei einem Absturz in Indonesien kamen 189 Menschen ums Leben. Das Wrack wurde auf dem Meeresboden ausfindig gemacht.

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