Austria glanzlos ins Cup-Viertelfinale

    30. Oktober 2018, 22:17
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    3:1-Erfolg gegen Zweitligist FAC – Monschein mit Doppelpack Matchwinner – Austria-Torflaute beendet

    Wien – Die Wiener Austria ist am Dienstag glanzlos ins Viertelfinale des Fußball-ÖFB-Cups eingezogen. Der Rekordsieger des Bewerbes bezwang den Zweitligisten FAC zu Hause mit 3:1 (2:1). Matchwinner vor 7.200 Zuschauern war Christoph Monschein mit einem Doppelpack (2., 65.). Dazu traf Ewandro für die Austria (44.). Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer für den FAC gelang Oliver Markoutz (45.).

    Frühe Weichenstellung

    Austria-Trainer Thomas Letsch hatte im Sturmzentrum Monschein gegenüber dem leicht angeschlagenen Kevin Friesenbichler den Vorzug gegeben – mit Erfolg. Der 26-Jährige erzielte im Wiener Stadtduell schon nach 70 Sekunden sein erstes Saisontor, indem er eine Flanke von Thomas Salamon artistisch ins Netz bugsierte. Die Austria hatte danach zwar mehr vom Spiel, ließ aber lange den Nachdruck vermissen.

    Der FAC verzeichnete sogar etwas mehr klare Strafraumszenen. Vor allem nach Standardsituationen waren die Floridsdorfer immer wieder gefährlich. So ging etwa ein Kopfball von Christian Bubalovic nur knapp daneben (33.). Bei einer Ringereinlage von James Jeggo gegen Tin Plavotic hatte die Austria Glück, keinen Elfmeter zu kassieren. Stattdessen erzielte der nach einem Flipper-Ball im Strafraum glücklich an den Ball gekommene Ewandro das 2:0.

    Der Tabellenachte der 2. Liga schlug noch vor der Pause zurück. Ein von Igor abgefälschter Schuss von Andrej Todoroski landete bei Markoutz, der souverän abschloss. Austria-Torhüter Patrick Pentz musste sich Sekunden später bei einem Schlenzer von Todoroski sogar noch einmal auszeichnen, um die Pausenführung festzuhalten (46.).

    Neuer Elan mit Sax

    Nach Seitenwechsel hatte die Austria die Partie wieder etwas besser im Griff. Schwung brachte aber erst die Einwechslung von Maximilian Sax (61.). Der Neuzugang, der wegen eines Knochenmarksödems sein verspätetes Pflichtspiel-Debüt für die Austria gab, bediente seinen früheren Admira-Klubkollegen Monschein vor dem 3:1 mit scheinbar blindem Verständnis. Der gemeinsame Torjubel fiel ausgelassen aus.

    In einen Rausch spielten sich die Violetten auch danach nicht, gefährdet war der Aufstieg aber ebenfalls nicht mehr. Ein Freistoß des eingewechselten Friesenbichler ging neben das Tor (80.).

    Die Austria hatte in der Liga zuvor eine Torflaute erlebt. In den vergangenen drei Partien gelang den Violetten nur ein Treffer, in den vergangenen fünf waren es nur deren zwei. Elf Saisontore hat das Letsch-Team in zwölf Ligaspielen bisher erzielt. Im Cup hat der Tabellenfünfte aber weiter die Chance auf ein Finale im eigenen Stadion. Die Trophäe haben die Wiener bisher 27-mal gewonnen, zuletzt im Jahr 2009. (APA, 30.10.2018)

    ÖFB-Cup-Achtelfinale vom Dienstag:

    FK Austria Wien – FAC Wien 3:1 (2:1)
    Wien, Generali-Arena, 7.200.

    Tore: Monschein (2., 65.), Ewandro (44.) bzw. Markoutz (45.)

    Austria: Pentz – Klein, Schoissengeyr, Igor, Salamon – Ebner, Jeggo, Matic – Ewandro (67. Friesenbichler), Monschein (86. Demaku), Prokop (61. Sax)

    Stimmen:

    Thomas Letsch (Austria-Trainer): "Es war sicherlich jetzt spielerisch kein Leckerbissen, den wir gemacht haben. Wir kommen eigentlich gut ins Spiel mit dem frühen Tor, haben dann aber nach 15 Minuten aufgehört Fußball zu spielen. Erst nach dem 3:1 haben wir wieder Fußball gespielt. Das müssen wir hinterfragen – warum und weshalb. Wir machen das Spiel nicht schnell. Es fehlt dann doch noch einiges. Die Automatismen können nicht so da sein. Wir müssen ständig hin- und herexperimentieren. Wir wussten, was auf uns zukommt. Wir wollten unbedingt weiterkommen und im Cup überwintern."

    Christoph Monschein (Austria-Doppeltorschütze): "Wir haben uns vorgenommen, von Anfang an Gas zu geben. Gegen so einen Gegner ist es nicht leicht. Es ist natürlich auch Glück, aber wir haben es auch erzwungen. Nach dem 2:0 dürfen wir nicht so agieren, da waren wir unkonzentriert, dann ist es noch einmal spannend geworden. Man hört alles, das in den Medien ist, die Kritik. Ich kann für jeden Stürmer sprechen: Vertrauen ist wichtig."

    Oliver Oberhammer (FAC-Trainer): "Ich finde, wir haben es ganz gut gemacht. Leider haben wir zu früh das erste Tor bekommen. Nachher haben wir es wirklich gut gemacht, auch einmal einen Kopfball gehabt, einen Schuss, den der Herr Pentz hervorragend gehalten hat. In der zweiten Hälfte war es dann schwer. Leider haben wir noch nicht die Erfahrung, dass wir das gegen so eine Mannschaft fertigspielen können. Wir wollen den Schwung, den wir jetzt haben, mitnehmen können in die Liga."

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    • Die Austria hat die Achtelfinalhürde FAC gemeistert.
      foto: apa/hans punz

      Die Austria hat die Achtelfinalhürde FAC gemeistert.

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