EU-Vorsitz organisiert Konferenz zu Antisemitismus und Antizionismus

    30. Oktober 2018, 20:38
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    Bundeskanzler Kurz: "Ein Europa ohne Jüdinnen und Juden ist nicht mehr Europa"

    Wien – Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) lädt als EU-Ratsvorsitzender am 20. und 21. November zu einer Konferenz zum Thema "Kampf gegen Antisemitismus und Antizionismus" nach Wien. Das Treffen werde gemeinsam mit dem European Jewish Congress (EJC) und in Zusammenarbeit mit der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) organisiert, gab das Bundeskanzleramt am Dienstagabend gegenüber der APA bekannt.

    Zuvor hatten die Zeitung "Kurier" und das Internetmagazin "die jüdische" berichtet. Bei der Konferenz sollen Konzepte und mögliche Maßnahmen auf europäischer Ebene gegen Antisemitismus und Antizionismus besprochen werden, hieß es. Mehr als Hundert Teilnehmer aus den EU-Mitgliedsstaaten und aus Israel sowie Vertreter des American Jewish Congress (AJC) und weiterer jüdischer Organisationen und Gemeinden werden erwartet. "Wir müssen alles tun, um alle Formen des Antisemitismus zu bekämpfen", sagt Kurz: "Ein Europa ohne Jüdinnen und Juden ist nicht mehr Europa."

    Der Anschlag eines Rechtsextremen auf die Synagoge in Pittsburgh am 27. Oktober mit elf Toten hat das Gefahrenpotenzial antisemitischen Denkens weltweit in Erinnerung gerufen. "Wir haben keine Angst, aber wir sind uns der vielfachen Bedrohungen bewusst", sagte der IKG-Präsident Oskar Deutsch nach Angaben des "Kurier"."Im Vergleich zu anderen Städten Europas ist jüdisches Leben in Wien relativ sicher, ganz besonders dank der Polizei und unserer eigenen Sicherheitskräfte." m(APA, 30.10.2018)

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