Moskauer Spitalsruine muss Wohnblöcken weichen

    Ansichtssache31. Oktober 2018, 09:00
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    Das Chowrinskaja-Krankenhaus sollte 1.300 Patienten beherbergen, aber es wurde nie fertiggestellt. Nun muss es Wohnblöcken weichen

    foto: imago/itar-tass

    Das Chowrinskaja-Krankenhaus im Norden Moskaus sollte laut Plänen der Sowjets mit 1.300 Betten eines der größten Spitäler des Landes werden. 1980 fand der Spatenstich statt, 1985 kam es aber zu einem Baustopp. Warum genau, ist nicht ganz klar. Die Theorien reichen von finanziellen Schwierigkeiten bis hin zu schweren Mängeln am Gebäude – oder einer Mischung von beidem.

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    foto: imago/itar-tass

    Patienten sind hier also nie eingezogen, dafür Abenteuerlustige, die die leeren Gänge des sternförmigen Komplexes erkundeten und mit unzähligen Graffitis verzierten. Hierher zog es Drogenkranke und Obdachlose ebenso wie Kletterer, die die Fassade erklommen. Hier sollen illegale Partys und, das glauben zumindest manche, satanistische Rituale stattgefunden haben, obwohl das Gebäude streng bewacht wird und mit Stacheldraht eingezäunt ist.

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    foto: imago/itar-tass

    Ungefährlich war der unerlaubte Besuch im Gebäude nicht: Im Gebäude fehlen teilweise Türen und ganze Wände, die Kellerbereiche sollen überflutet sein.

    Mehrmals wurde in den letzten Jahren versucht, das Gebäude zu versteigern. Auch ein Abriss wurde immer wieder angekündigt.

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    foto: imago/itar-tass

    Nun wurde tatsächlich mit dem Abbruch begonnen – sehr zur Freude der Anrainer, denen der verlassene Komplex ein Dorn im Auge war. Anstelle des Krankenhauses sollen hier bald vier Wohnblöcke hochgezogen werden. (red, 31.10.2018)

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