Promotion - entgeltliche Einschaltung
31. Oktober 2018, 17:32

Da ist er, der Moment. Er rückt als großes Polaroid in den Fokus meines Blickes, die Kinoleinwand ist beinahe ausgefüllt. Ich betrachte das Bild. Es ist eines von vielen, die die Szenen von "Present: Perfect" wie die Glieder einer Kette miteinander verbinden und den Zuschauer in den Moment, die Gegenwart, holen. "Was war, ist vergangen, was kommt, ist ungewiss – doch der Moment zählt. Und jeder kann seinen Moment erleben."

Die Worte, die mir Suzana Knezevic von der Wiener Kreativagentur Virtue als Einstimmung auf den Film mitgegeben hat, hallen mir im Ohr nach. Jetzt, wo ich den Film am Premierenabend zum ersten Mal sehe – im wunderschönen 50er-Jahre-Ambiente des Wiener Filmcasinos –, weiß ich, was sie meint: Jede der Hauptdarstellerinnen des Films erlebt ihren besonderen Moment. Die Fotografien von Alessandra Ljuboje halten diesen Moment im Bruchteil einer Sekunde fest, zeigen die Stärke, die Freude, die Anmut und Eleganz, die Schönheit, die Zerbrechlichkeit und das Talent dieser Frauen.

renault österreich
Das Making-of zum Projekt "Passion for Film". Den ganzen Kurzfilm "Present: Perfect" finden Sie unter www.passion-for-film.at.

Das Women-only-Abenteuer startet

Frauen, ausschließlich Frauen: Sie sind es, von denen das Projekt "Passion for Film" lebt. Mehr noch: Ohne sie würde es den Film, der im Zeitraum der diesjährigen Viennale seine Premiere feierte, nicht geben. "Present: Perfect" ist das Ergebnis eines außergewöhnlichen Aufrufs des offiziellen Partners der Viennale Renault Österreich und der Agentur Virtue, der vor einigen Wochen an alle Frauen im Land ging. Bewerbt euch, meldet euch, zeigt euer Talent – werdet sichtbar! "Die Bewerbungsflut, die folgte, war überwältigend", erzählt mir Suzana. "Knapp 400 Frauen hatten sich in einem Zeitraum von nur zwei Wochen für das Kurzfilmprojekt beworben. Unter den Bewerberinnen befanden sich bekannte Schauspielerinnen, Schülerinnen und erfolgreiche Kreative aus vielen unterschiedlichen Sparten. Und die Bewerbungen haben genau das wiedergegeben, was Frauen sind: vielseitig, kreativ, talentiert, mutig, neugierig und in allen Bereichen tätig." Mit einem 35-köpfigen Team startete man schließlich in das Women-only-Abenteuer.


foto: karo pernegger
Im Zeitraum der diesjährigen Viennale fand im Wiener Filmcasino die Premiere des Films statt.

Renaults große Liebesbeziehung zum Film

Nur Frauen, wie passend in einem Jahr wie diesem, in dem die Viennale zum ersten Mal seit ihres Bestehens unter weiblicher Führung steht. Eva Sangiorgi, die italienische Kulturmanagerin, Kuratorin, Gründerin des Filmfestivals FICUNAM in Mexiko und seit Anfang 2018 Leiterin der Viennale, hat es sich nicht nehmen lassen, ein von Herzen kommendes "Grazie!" in den Kinosaal zu rufen. Das richtet sich zum einen an das Filmteam, das in den ersten Reihen des Saals sitzt, aber auch an den offiziellen Partner der Viennale: "Ich freue mich über diese großartige Kooperation mit Renault. Für ein Filmfestival wie die Viennale ist es das Wichtigste, dass die Leidenschaft für Film im Mittelpunkt steht. Nichts kann dies besser tun als eine Story, aus der ein Film entsteht."

foto: karo pernegger
Die Viennale ist mit Eva Sangiorgi heuer erstmals unter weiblicher Leitung.

Mit dem Filmprojekt zeigt Renault außerdem, dass der französische Automobilkonzern nicht nur mit Eyecatcher-Fahrzeugen wie dem Renault CAPTUR, der einen Auftritt im Kurzfilm hat und heute auch vor dem Filmcasino parkt, aufhorchen lässt. "Unsere Leidenschaft für den Motorsport ist bekannt. Aber Renault unterhält auch eine zweite leidenschaftliche, allerdings etwas unbekanntere Liebesbeziehung: jene zum Film und zum Kino", erzählt Olivier Wittmann, Managing Director Renault Österreich. "Wir unterstützen als Sponsor die großen Filmfestivals in Cannes, Marrakesch und Wien. Und eine Sache ist uns besonders wichtig, die wir auch mit dem Filmprojekt zum Ausdruck bringen wollten: Frauen sind für unser Unternehmen essenziell. Dieses Gleichgewicht wünschen wir uns auch für die Filmbranche."

foto: karo pernegger
Renault ist offizieller Partner der Viennale – diese Kooperation gab den Impuls für das Filmprojekt.

Wenig Ego, dafür Begegnungen auf Augenhöhe

foto: karo pernegger
Magdalena Miedl ist freie Kulturjournalistin und konfrontiert die Zuschauer im Saal mit knallharten Fakten aus der Filmbranche.

Dass das Talent von Frauen gerade im Bereich Film oft übersehen wird, weiß eine nur zu gut. Magdalena Miedl ist freie Kulturjournalistin und konfrontiert die Zuschauer im Saal mit knallharten Fakten: "In den letzten fünf Jahren wurde nur jeder fünfte Film in Österreich von einer Regisseurin umgesetzt – und das obwohl fast die Hälfte der Absolventen an der Filmakademie weiblich ist. In Cannes wurden dieses Jahr nur drei Filme von Frauen gezeigt, in Venedig war es sogar nur einer. Die Zahlen sind lächerlich. Doch Projekte wie ,Passion for Film‘ können hier gegensteuern. Dann werden in Zukunft vielleicht nicht nur Filmprojekte mit kleineren Budgets in Frauenhand gegeben, sondern auch die großen Spiel- und Actionfilme, die momentan noch ein Boys-Game sind."

Ganz langsam scheint ein Umdenken zu beginnen, was Marie Zumtobel sehr freut. Sie war Kamerafrau des Projekts "Passion for Film" und vor zehn Jahren noch die einzige Frau in ihrem Jahrgang an der Wiener Filmakademie. "Letztes Jahr wurde zum ersten Mal eine Kamerafrau für den Oscar nominiert, noch dazu handelte es sich um den sehr hoch budgetierten Marvel-Film ,Black Panther‘. Diese Entwicklung freut mich sehr. Ich schätze die Zusammenarbeit mit Frauen. Beim ,Passion for Film‘-Projekt ging es natürlich stressig zu: Wir hatten wenig Zeit, vier Drehorte und viele Protagonistinnen. Aber trotz allem habe ich sehr wenig Ego und dafür sehr viele Begegnungen auf Augenhöhe am Set erlebt. Das gibt es sonst eher selten."

foto: matea acimovic - tea xuxu
Kamerafrau Marie-Thérèse Zumtobel beim Dreh des Films in der Astoria Garage.

Marie Alice Brandner Wolfszahn, die Regisseurin von "Present: Perfect", verwendet ähnliche Worte in ihrer Videobotschaft, die sie dem Wiener Publikum vom Filmfestival in Mexiko aus zukommen lässt: "Natürlich gibt es klare Hierarchien im Film, sonst würde es nicht funktionieren, aber das Schöne bei diesem Dreh war, dass niemand das Bedürfnis hatte, seinen Rang deklarieren zu müssen – weder im scharfen noch im humoristischen Sinne. Wir sind uns respektvoll begegnet. Das war vielen von uns in dieser ,flächendeckenden‘ Form nicht bekannt."

Inklusion durch Musik und Sport

Gedreht wurde der knapp zehnmütige poetische Kurzfilm mit den Vintage-Anklängen an nur zwei Tagen an vier unterschiedlichen Sets. Jedem Drehort wurde eine Protagonistin sowie eine dominierende Farbe zugeordnet. In dem in zartem Grün gehaltenen Setting Tankstelle in der nostalgisch anmutenden Astoria-Parkgarage im 8. Bezirk begegnen wir Dafina Sylejmani. Im Film sehen wir sie als Tankwärtin, im echten Leben ist sie bildende Künstlerin, Rapperin, Produzentin und Gründerin einer rein weiblichen Hip-Hop-Bewegung. Was sie an dem Projekt begeistert hat? "Die Energie war so positiv!" Katrin Neudolt ist eine der besten Badminton-Spielerinnen unserer Zeit – und gehörlos. Im Film sehen wir sie locker in einem orangefarbenen Retro-Sportdress in einer Turnhalle spielen, im echten Leben nimmt sie sowohl bei nicht-behinderten als auch gehörlosen Wettkämpfen teil, wurde 2015 Vize-Weltmeisterin und 2018 Europameisterin. Die Inklusion durch Sport: das ist die Botschaft, die Katrin im Film transportieren möchte. "Diese Selbstverständlichkeit, dass meine Gehörlosigkeit normal ist, dass ich ein Teil dieses wunderbaren Frauenteams bin, hat mich begeistert."

foto: matea acimovic - tea xuxu
Der Kurzfilm besteht aus vier Szenen und damit verbunden vier Drehorten: das Filmcasino, ein Kostümfundus, die Astoria Garage und eine Turnhalle.

Zwischen Klaviertasten und Stoffbahnen

foto: karo pernegger
Die ausgebildete Konzertpianistin Jiaran Wang hat die Musik für die Szene im Filmcasino eigens komponiert.

Zwei Szenen wurden dort gedreht, wo heute die Filmpremiere stattfindet: im Filmcasino in der Margaretenstraße. Im Foyer des Filmcasinos, das im Film in ein zartes roséfarbenes Licht getaucht ist, sehen wir Jiaran Wang. Die ausgebildete Konzertpianistin und Klavierpädagogin, die auch als Energiecoach arbeitet, spielt am Piano. Die Musik für die Filmszene hat sie eigens komponiert. Warum sie sich für das Projekt beworben hat, möchte ich gerne wissen. Sie lacht: "Ich habe ,Passion‘ gelesen, ich habe ,Frauen‘ gelesen – da wusste ich: Da muss ich dabei sein! Meine Leidenschaft für die Musik konnte ich im Film zeigen." Natalia Catanea wiederum ist Aerial-Silk-Tänzerin mit argentinischen Wurzeln. Sie spielt im Film eine Kostümbildnerin, die im Fundus arbeitet, entdeckt ihren Moment und fängt, getaucht in blaues Licht, an zu tanzen. "Es war eine tolle Erfahrung mit einer tollen Energie. So viel Power und Respekt! Passion for Film ist ein Projekt, das Grenzen durchbricht – das gefällt mir sehr."

Frauen schaffen gemeinsam Großartiges

Ebenfalls sehr gefallen hat der Film dem Wiener Publikum. Als sich die Women-only-Crew nach dem Abspann für ein Gruppenfoto vor der Leinwand positioniert, jubeln die Zuschauer. Auch Jasmin Porstendörfer ist stolz. Sie arbeitet im Marketing von Renault Österreich, hat den Filmdreh von Sponsorenseite aus begleitet und freut sich: "Wir wollen Themen aufgreifen, die eine gesellschaftliche Relevanz haben. Genau diese Themen und die damit verbundene Vielfältigkeit zeigen sich im Film – nicht als politisches Statement, sondern schlichtweg als das, was es ist: Frauen schaffen gemeinsam etwas Schönes, Großartiges."

foto: karo pernegger
Die Women-only-Crew hinter dem Filmprojekt bei der Premiere. Production Virtue: Suzana Knezevic, Stefanie Neunteufl, Karin Hermann, Marie Elsissi, Sophie Meisinger und Alice Ursprung.

Mit viel Raum für Interpretationen gibt "Present: Perfect" Einblicke in das Leben der Frauen im Film, aber auch in die Lebensrealität eben dieser Frauen. "Es war eine wunderbare Erfahrung, mit einem reinen Frauenteam zu arbeiten", sagt Marie Alice Brandner Wolfszahn, die Regisseurin des Films, und bedankt sich mittels Videobotschaft bei ihrem "Powerhouse". "Wir hatten wenig Zeit, wir haben alles gegeben und alles geschafft. Und es war so harmonisch." Sieht man die Momente voll Magie und Harmonie im Film, man glaubt es ihr sofort. (Sandra Bak, 30.10.2018)

Lesen Sie hier noch mehr zum Projekt "Passion for Film"!

Neben der Premiere im Wiener Filmcasino ist der Kurzfilm "Present: Perfect" auch auf www.passion-for-film.at zu sehen.