Votzi verabschiedete sich als Blattmacher des Sonntags-"Kurier"

    28. Oktober 2018, 15:11
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    Der Blattmacher kritisiert ein letztes Mal die Politik des Kanzlers Sebastian Kurz

    Wien – Josef Votzi hat sich am Sonntag in seinem Leitartikel als Blattmacher des Sonntags-"Kurier" von den Lesern verabschiedet. Votzi wird unter der neuen Chefredakteurin Martina Salomon außerdem als Innenpolitik-Ressortleiter durch Daniela Kittner abgelöst.

    Österreicher würden am liebsten allein von Fachleuten regiert werden, so das Ergebnis der europäischen Wertestudie. Diese Erkenntnisse nimmt Votzi zum Anlass, um die Politik des Bundeskanzlers zu kritisieren: "Sebastian Kurz surft virtuos auf dem Trend: 'pfui Politiker, hui Experten'. Hinter dem Hohelied auf 'unpolitische Fachleute' steckt eine brandgefährliche Verachtung des Wesens von Politik", schreibt der bisherige Innenpolitik-Ressortleiter. Der Ton bleibt bis zum letzten Absatz mahnend: "Kurz verbannt offensiv jede Debatte ins Winkerl ('Diese Regierung streitet nicht"). Und setzt weiter auf Propaganda."

    "Bleiben Sie gutem Journalismus treu, wo auch immer Sie ihn in Fake-News-Zeiten wie diesen noch finden", appelliert Josf Votzi am Ende seines letzten Leitartikels. (APA, red, 28.10.2018)

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