Flüchtlingskarawane setzt Fußmarsch in Mexiko Richtung Norden fort

    29. Oktober 2018, 18:09
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    Die Migranten lehnten ein Angebot des mexikanischen Staatschefs mehrheitlich ab

    San Pedro Tapanatepec – Die Karawane der in Richtung USA ziehenden Migranten aus Zentralamerika ist am Samstag in der Ortschaft San Pedro Tapanatepec im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca eingetroffen. Zuvor saßen tausende Migranten an einer Polizeisperre im 25 Kilometer entfernten Las Arenas fest, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

    Nach zwei Stunden des Wartens auf der Asphaltstraße zwischen Tropenwald und Maisfeldern ging der Fußmarsch schließlich ohne Zwischenfälle weiter. Am Freitagabend hatten die Flüchtlinge bei einer Abstimmung auf dem Hauptplatz von Arriaga im benachbarten Bundesstaat Chiapas ein Angebot des mexikanische Präsident Enrique Pena Nieto mehrheitlich abgelehnt. Der Staatschef hatte vorgeschlagen, dass die Migranten Zugang zum Gesundheitssystem erhalten, ihre Kinder zur Schule schicken und befristete Jobs annehmen könnten – vorausgesetzt, sie blieben in Chiapas und Oaxaca und stellten dort einen Asylantrag.

    1.750 Asylanträge

    Die mexikanischen Behörden erhielten bisher nach eigenen Angaben fast 1.750 Asylanträge. Wie das Innenministerium in Mexiko-Stadt am Samstag mitteilte, gewährte es elf Migranten eine Aufenthaltserlaubnis. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Pueblos Sin Fronteras, die die Flüchtlingskarawane begleitet, zählt diese derzeit etwa 4.000 Menschen. Unter ihnen sind viele kleine Kinder.

    Ursprünglich bestand die Karawane aus rund 7.000 Migranten auf der Flucht vor Armut und Gewalt in ihren Heimatländern. Die meisten stammen aus Honduras. Sie hatten sich dort am 13. Oktober auf den Weg in Richtung USA gemacht und am 19. Oktober die mexikanisch-guatemaltekische Grenze überquert. Viele beschlossen mittlerweile, nicht weiter zu marschieren oder umzukehren.

    US-Präsident Donald Trump will mit allen Mitteln verhindern, dass die Menschen in die USA gelangen. Den Marsch der Flüchtlinge in Richtung US-Grenze bezeichnete er als "nationalen Notstand" für sein Land.

    Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" plant das US-Militär, rund 5000 Soldaten zusätzlich an die Grenze zu Mexiko zu schicken. An der Südgrenze der USA sind aufgrund einer Trump-Anordnung bereits seit April rund 2.000 Nationalgardisten zusätzlich zu den Grenzschützern stationiert. (red, APA, 28.10.2018)

    • Die Flüchtlinge wollen ihren Marsch Richtung USA fortsetzen.
      foto: ap

      Die Flüchtlinge wollen ihren Marsch Richtung USA fortsetzen.

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