"Randloses" Handy mit versteckter Kamera: Xiaomi stellt Mi Mix 3 vor

    27. Oktober 2018, 14:30
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    Frontkamera verbirgt sich hinter Slider-Mechanismus, der den Notch ersetzt

    In den letzten Jahren haben die Smartphone-Herstellern den Rändern den Kampf angesagt. Möglichst wenig soll sich um Das Display schmiegen, ist der Bildschirm doch das zentrale Element der Geräte. Einen neuen Meilenstein in diese Richtung hat nach eigenen Angaben nun der chinesische Hersteller Xiaomi gesetzt. Das neu vorgestellte Mi Mix 3 bietet eine Frontseite, die zu 93,4 Prozent aus Bildschirm besteht.

    Frontkamera hinter Slider

    Bei der Umsetzung hat man sich recht offenkundig ein Beispiel beim Find X von Oppo genommen. Als eine der Hürden für vollkommene "Randfreiheit" gilt die Frontkamera (hier mit 24 MP), die sich bei dem Handy hinter einem Slider-Mechanismus verbirgt. So auch beim Mi Mix 3. Bei den Vorgängern war die Selfie-Cam noch unterhalb des Bildschirms montiert. Bei Selbstaufnahmen musste man das Telefon denn auch verkehrt herum halten.

    foto: xiaomi

    Das Problem wurde nun mit einer mechanischen Lösung behoben, deren langfristige Tauglichkeit sich allerdings noch zeigen muss. Trotz dieser Implementation ist das Handy nur 8,5 Millimeter dick. Die rückseitige Hauptkamera, ein Dualcam-Modul mit zwei optisch stabilisierten 12-MP-Sensoren, liegt im Gegensatz zum Find X frei. Es gibt, wie üblich, eine Vielzahl an Fotografie-Modi und eine KI, die die Voreinstellungen automatisch an die jeweilige Szene anpassen kann.

    Highend-Hardware

    Bei der darunter liegenden Hardware klotzt Xiaomi wie gewohnt. Ein Qualcomm Snapdragon 845 bildet hier die Basis gemeinsam mit bis zu acht GB RAM, wobei es auch eine Special Edition mit zehn GB geben wird. Beim Onboard-Speicher erstreckt sich die Auswahl bis 256 GB.

    foto: xiaomi

    Der Bildschirm erstreckt sich auf eine Diagonale von 6,3 Zoll und einer Auflösung von 2.340 x 1.080 Pixel. Es handelt sich um ein AMOLED-Panel, das hohe Helligkeitswerte bis 600 nit erreichen soll.

    Der Akku fällt mit einer Kapazität von 3.200 mAh nicht allzu üppig aus. Via Quickcharge 4.0 soll er sich aber sehr flott wieder aufladen lassen. Wireless Charging ist möglich, ein passendes Ladepad legt Xiaomi dem Gerät bei. Ebenso in der Packung ist ein USB-C-auf-Klinke-Dongle, denn eine klassische Audiobuchse gibt es auch weiterhin nicht bei der Mix-Reihe. Ein Fingerabdruckscanner findet sich auf der Rückseite.

    xiaomi global community

    Die Preise für den chinesischen Markt sind bereits bekannt. Die Basisversion mit sechs GB RAM und 128 GB Speicher wird 3.299 Yuan (rund 417 Euro) kosten. 3.599 RMB (455 Euro) zahlt man für zwei GB Arbeitsspeicher mehr. Acht GB und 256 GB Onboardspeicher bekommt man für 3.999 RMB (505 Euro). Die saphirblaue Sonderedition "Verbotene Stadt" mit zehn GB RAM, 256 GB Speicher und Keramikgehäuse liegt mit 4.999 Yuan (631 Euro) noch einmal deutlich darüber.

    Die Veröffentlichung einer internationalen Version ist, wie bei schon beim Mi Mix 2 und 2S, zu erwarten. Konkrete Pläne hat Xiaomi allerdings nicht nicht bekannt gegeben. (gpi, 27.10.2018)

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