UEFI-Bug: Falsche Einstellung macht Lenovo-Notebooks unbrauchbar

    27. Oktober 2018, 10:26
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    Defekt erfordert Austausch des Mainboards, zumindest fünf Modelle betroffen

    Wer einen neueren Laptop aus Lenovos Thinkpad-Reihe hat, sollte beim Ändern von Einstellungen im Steuerinterface UEFI aufpassen. Denn das Setzen einer Einstellung kann bei zumindest fünf Modellen dazu führen, dass diese außer Gefecht gesetzt werden, berichtet Notebookcheck.

    Konkret handelt es sich um das Thinkpad P52, P52S, P1, P72 und das X1 Yoga (2018). Die Rechner sind 2016 oder später auf den Markt gekommen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Modelle ebenfalls fehlerbehaftet sind.

    Korrumpierte Firmware

    Die Laptops eint unter anderem, dass sie alle Unterstützung für die Thunderbolt-Schnittstelle mitbringen. Aktiviert man im UEFI den "Thunderbolt BIOS Assist" bzw. "BIOS Support for Thunderbolt", so besteht die Chance, dass der Computer nach einem Neustart nur noch einen schwarzen Bildschirm zeigt.

    Ein Reset hilft dagegen nicht. Auch ein Tausch der Festplatte bzw. SSD bringt nichts. Und eben so wenig kann man von einem externen Datenträger booten. Denn das Aktivieren der Einstellung führt offenbar zu einer Beschädigung des UEFI selbst. Bei betroffenen Laptops muss das Mainboard getauscht werden.

    Noch kein Patch

    Das Problem ist Lenovo zumindest seit Juni diesen Jahres bekannt, ein Firmware-Update gibt es bis dato nicht. Nutzer sollten also die erwähnten Thunderbolt-Optionen unberührt lassen oder müssen sich an den Kundendienst des Unternehmens wenden, falls es bereits zu spät ist. (red, 27.10.2018)

    • Zu den betroffenen Modellen gehört auch das Lenovo X1 Yoga (2018)
      foto: lenovo

      Zu den betroffenen Modellen gehört auch das Lenovo X1 Yoga (2018)

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