Wirbel um Befragung im Bundesheer

    26. Oktober 2018, 17:23
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    SPÖ kritisiert Untersuchung zu Soldaten mit Migrationshintergrund

    Wien – Wenn im Bundesheer die Soldaten nach "Erfahrungen mit Grundwehrdienern mit Migrationshintergrund" befragt werden, schrillen bei der SPÖ-Abgeordneten Nurten Yilmaz die Alarmglocken: "Ich habe die Sorge, dass man sich nicht fragt 'Was haben wir falsch gemacht?', sondern 'Wer ist schuld?'. Überhaupt frage ich mich, was man mit den Ergebnissen macht", sagt Yilmaz im STANDARD-Gespräch.

    Parlamentarische Anfrage

    Und diese Frage hat die Sozialdemokratin auch in eine parlamentarische Anfrage an Verteidigungsminister Mario Kunasek gegossen. Sie will weiters wissen, ob die Befragung vom Ministerbüro oder dem Generalsekretär ausgeht, wie es um Anonymität und Datenschutz der Befragten steht und warum "Fragen über die körperliche und geistige Gesundheit von Präsenzdienern sowie über deren Alkoholverhalten nicht von Ärzten gestellt" würden.

    Im Bundesheer erfuhr der STANDARD, dass derartige Befragungen zum inneren Zustand der Truppe Routine seien. (Conrad Seidl, 26.10.2018)

    • Hat ein paar Fragen an Verteidigungsminister Mario Kunasek:  SPÖ-Abgeordnete Nurten Yilmaz.
      foto: apa / roland schlager

      Hat ein paar Fragen an Verteidigungsminister Mario Kunasek: SPÖ-Abgeordnete Nurten Yilmaz.

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