Vor der Kamera spielen: Bei diesen Streamern sollte man einschalten

    Ansichtssache28. Oktober 2018, 11:00
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    Twitch zieht immer mehr Zuseher an – bei manchen Usern lohnt es sich tatsächlich, einen Blick in den Stream zu werfen

    Wieso man anderen beim Spielen zusieht, anstatt selber den Controller oder die Maus zu betätigten, ist für viele Menschen unverständlich. Tatsache ist aber, dass Streaming-Plattformen wie Twitch immer mehr Nutzer anlocken können. 140 Millionen User soll die Website monatlich anlocken, 2,2 Millionen Streamer zeigen sich außerdem jeden Monat vor der Kamera.

    Die Gründe, wieso Menschen anderen beim Spielen zusehen, sind divers. Einerseits gibt es Streamer, die ziemlich unterhaltsam sind und bei denen das Gaming fast schon in den Hintergrund tritt. Andererseits gibt es auch ehemalige E-Sportler, die ihr Können anderen demonstrieren und ihnen etwa dabei helfen, besser zu werden.

    Ein lukratives, aber hartes Business

    Für die Streamer ist es auf jeden Fall ein lukratives Geschäft. Sie verdienen Geld durch Abonnements, Spenden und auch durch Verträge mit Spieleherstellern oder anderen Unternehmen. Ninja, der aktuell populärste Streamer, hat bereits verraten, dass er allein durch Abos monatlich mehr als 500.000 Dollar verdient. Generell sind die bekanntesten Twitch-Gesichter nicht so auskunftsfreudig, was ihr Salär betrifft.

    Wo viel Licht, da auch viel Schatten. Der Weg zu einem erfolgreichen Streamer ist äußerst steinig, und nur ganz wenige Nutzer schaffen es, auch mit Videospielen vor der Kamera Geld zu verdienen. Dass dies auch ein knallharter Job ist, hat zuletzt der 27-jährige Streamer Nick Overton aufgezeigt. Er lukriert mit seinen Streams und Videos jährlich um die 500.000 Dollar – muss dafür aber sieben Tage die Woche vor der Kamera sein und zum Teil auf soziale Kontakte verzichten.

    Die folgenden Twitch-Streamer sind durchaus einen Blick wert.

    drdisrespect

    Dr. Disrespect (2,86 Millionen Follower)

    Der 36-jährige Kalifornier Guy Beahm wurde durch sein Alter Ego Dr. Disrespect bekannt und zählt heute zu den erfolgreichsten Streamern. Der Name des Nutzers ist Programm. In seiner Rolle als Dr. Disrespect verkörpert Beahm einen selbstverliebten Macho, der vor keiner Konfrontation zurückschreckt.

    Welche Spiele streamt der Nutzer hauptsächlich: Call of Duty: Black Ops 4, Fortnite, PUBG und Ring of Elysium.

    Wieso man dem Streamer zusieht: Vorrangig aufgrund seines Unterhaltungswerts, aber auch wegen seiner Skills.

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    vod

    Shroud (4,6 Millionen Follower)

    Michael Grzesiek ist 24 Jahre jung und war lange Zeit professioneller "Counter Strike"-Spieler beim US-Team C9. Dort machte er sich einen Namen mit seinen Fähigkeiten – es gibt wohl nur wenige Gamer, die derart schnell und präzise zielen können.

    Welche Spiele streamt der Nutzer hauptsächlich: Call of Duty: Black Ops 4, Fortnite, PUBG und Ring of Elysium.

    Wieso man dem Streamer zusieht: Grzesiek ist definitiv kein großer Entertainer, seine spielerischen Fähigkeiten machen dies aber wett.

    2
    loltyler1

    Tyler1 (1,9 Millionen Follower)

    Der 23-jährige Tyler Steinkamp hat sich vor allem durch sein "toxisches" Auftreten in der "League of Legends"-Community einen Namen gemacht. Andere User wurden bei den kleinsten Fehlern gemaßregelt oder beschimpft. Dies führte dazu, dass er von dem Game ausgesperrt wurde. Heute hat sich der Streamer gebessert und ist nicht mehr ganz so unangenehm, dafür aber äußerst unterhaltsam.

    Welche Spiele streamt der Nutzer hauptsächlich: League of Legends.

    Wieso man dem Streamer zusieht: Hauptsächlich aufgrund des Unterhaltungswertes, aber auch wegen seiner Fähigkeiten. Tyler1 zählt zu den besten ADCs.

    3
    quill18

    Quill18 (160.000 Follower)

    Dass man von Streamern einiges lernen kann, zeigt Martin Glaude aus Kanada auf. Der ehemalige Spiele-Entwickler hat sich hauptsächlich Management-Spielen und Aufbausimulationen verschrieben, wo er selbst die härtesten Herausforderungen meistert und dabei auch gleich aufzeigt, wie andere es ihm nachmachen können.

    Welche Spiele streamt der Nutzer hauptsächlich: Rimworld, Cities Skylines, Factorio, Europa Universalis und Football Manager.

    Wieso man dem Streamer zusieht: Um Spiele und ihre Mechaniken zu verstehen.

    4
    hutch

    Hutch (305.000 Follower)

    Shaun Hutchinson ist ein Twitch-Urgestein, der seit 2009 vor der Kamera spielt. Auch hier kann man mit spannenden Infos und einem großen Skillset rechnen. Bekannt wurde er durch "Call of Duty" und seine Quick-Scope-Technik – mittlerweile hat sich der Streamer allerdings auch anderer Games angenommen.

    Welche Spiele streamt der Nutzer hauptsächlich: Call of Duty: Black Ops 4, Fortnite, Call of Duty: Black Ops 3 und Call of Duty: Modern Warfare 2.

    Wieso man dem Streamer zusieht: Vorrangig aufgrund seiner spielerischen Fähigkeiten.

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    thijs hearthstone

    Thijs (572.000 Follower)

    Der niederländische "Hearthstone"-Profi zeigt sich auch regelmäßig vor der Kamera. Thijs Molendijk, so der bürgerliche Name des Streamers, ist vor allem aufgrund seines umfangreichen Wissens zu dem Blizzard-Kartenspiel bekannt. Somit ist es möglich, auch als Normalo Hintergrundwissen zu dem Game aufzubauen.

    Welche Spiele streamt der Nutzer hauptsächlich: "Hearthstone".

    Wieso man dem Streamer zusieht: Um das Kartenspiel "Hearthstone" mit all seinen Änderungen und Finessen zu verstehen.

    6
    pokimane

    Pokimane (2,34 Millionen Follower)

    In einer männerdominierten Sphäre wie Twitch haben es Frauen nicht einfach. Immer wieder wird ihnen nachgesagt, dass man ihnen nur deshalb zusieht, weil sie weiblich sind. Imane "Pokimane" Anys zählt zu den populärsten Streamerinnen auf der Plattform. Sie interagiert viel mit ihrem Publikum und zählt zu den besten "Fortnite"-Spielerinnen.

    Welche Spiele streamt die Nutzerin hauptsächlich: "Fortnite".

    Wieso man der Streamerin zusieht: Aufgrund ihrer freundlichen und humorigen Art und spielerischen Fähigkeiten.

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    kitboga

    Kitboga (294.000 Follower)

    Abseits von reinen Gaming-Kanälen gibt es auch sogenannte IRL-Streams, bei denen sich Nutzer bei anderweitigen Aktivitäten zeigen. Kitboga nimmt etwa auf kreative Art und Weise Telefonbetrüger aufs Korn. Dabei verstellt der Mann seine Stimme und versucht die Abzocker möglichst lange am Telefon zu halten, damit diese nicht andere Menschen betrügen können.

    Welche Spiele streamt der Nutzer hauptsächlich: Keine.

    Wieso man dem Streamer zusieht: Weil der Streamer die Betrüger auf humorige Art und Weise aufs Korn nimmt.

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    foto: getty images/istockphoto

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    Welchen Streamerinnen oder Streamern schauen Sie am liebsten zu? Oder spielen Sie lieber selber? Posten Sie dazu einfach im Forum. (Daniel Koller, 28.10.2018)

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