Schließung des König-Abdullah-Zentrums für Kneissl derzeit kein Thema

    Video24. Oktober 2018, 07:45
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    Aber Generalsekretär "dunkelgelbe Karte" aufgezeigt – Saudischer Botschafter ins Außenministerium geladen

    Wien/Istanbul – Für Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) kommt eine Schließung des umstrittenen, in Wien ansässigen König-Abdullah-Zentrums für interreligiösen und interkulturellen Dialog (KAICIID) derzeit nicht infrage. "Österreich kann nicht hergehen und eine internationale Organisation schließen", sagte Kneissl am Dienstag in der "ZiB 2".

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    Außenministerin Karin Kneissl äußert sich zu den Schließungsforderungen des König-Abdullah-Zentrums in Wien. Sie betont auch, dass sie eine unabhängige Untersuchung des Falls Khashoggi fordert.

    Österreich sei nur eines von mehreren Mitgliedern des Zentrums. Es bestehe ein Amtssitzabkommen mit den anderen Vertragsparteien. Allerdings habe sie dem Generaldirektor des König-Abdullah-Zentrums bei einem Gespräch die "ziemlich dunkelgelbe Karte" aufgezeigt und auf Transparenz und die Umsetzung von Reformen gedrängt, die das Außenministerium bereits seit 2015 einfordere. "Zu diesem Zwecke plane ich (...) eine Person meines Vertrauen hinzuschicken und zu schauen, dass das auch umgesetzt wird", sagte die Außenministerin.

    Botschafter ins Außenministerium geladen

    In Bezug auf den Fall Khashoggi habe sie außerdem am Dienstag den saudischen Botschafter zu sich ins Außenministerium geladen. Sie habe ihn über ihre Besorgnis informiert und eine unabhängige Untersuchung eingefordert. Gesprochen hätte man dabei aber auch über andere problematische Fälle, etwa über die Verhaftungen von Aktivistinnen im Juni. Dabei habe sie "keine für mich überzeugenden Antworten bekommen". Allerdings habe sie bei dem "sehr ausführlichen Gespräch" durchaus den Eindruck gewonnen, dass man sich vonseiten Saudi-Arabiens "der Empörung bewusst" sei, die der Fall Khashoggi ausgelöst habe.

    Das KAICIID wurde Ende 2012 von Österreich, Spanien, Saudi-Arabien und mit Unterstützung des Vatikan gegründet. Es wird größtenteils von Riad finanziert. Kritiker sehen in der Institution, die einen Status als internationale Organisation innehat, einen Versuch des saudischen Königshauses, sein international wegen Menschenrechtsverletzungen beschädigtes Image aufzupolieren. KAICIID wird von einem Board of Directors geleitet, das aus Vertretern der großen Weltreligionen (Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus) und verschiedenen Kulturen besteht. (APA, 24.10.2018)

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