Bayern auf Aufstiegskurs, Juve siegt bei ManUnited

    23. Oktober 2018, 20:47
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    Real Madrid gewann gegen Pilsen, AS Roma gegen ZSKA Moskau. Joelinton rettete Hoffenheim einen Punkt gegen Lyon, Bern schrieb erstmals an

    Manchester – Juventus Turin und Bayern München sind auf bestem Wege ins Achtelfinale der Champions League. Die Italiener feierten bei Manchester United im Dienstagsschlager ein 1:0 (1:0) und liegen nach drei Runden mit dem Maximum von neun Punkten klar vor United (4) und dem FC Valencia (2). Auch Bayern hat nach dem 2:0 (0:0) bei AEK Athen mit sieben Punkten das Achtelfinale im Blick.

    Juventus-Star Cristiano Ronaldo bereitete bei seiner Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte das 1:0 vor. Nach seiner Flanke prallte der Ball zu Paulo Dybala, der aus Kurzdistanz für die in der ersten Hälfte dominanten Gäste einschoss (17.). In der 52. Minute einer letztlich glanzlosen Partie verhinderte David de Gea mit einer schönen Parade Ronaldos ersten CL-Treffer für seinen neuen Verein. Die Hausherren bemühten sich danach stärker um den Ausgleich, fanden aber kaum ein Durchkommen. Im Finish hatte Juve auch Glück, den zwölften Sieg im 13. Saisonpflichtspiel zu feiern: Bei einem Schuss von Paul Pogba rettete die Stange (78.).

    Bayern hatte das Heft in der Hand

    In Athen hatte Bayern das Heft in der Hand, arbeitete aber vor der Pause kaum Chancen heraus. Erst nach einer Stunde und einem mäßigen Bayern-Start in die zweite Hälfte brach Javi Martinez nach einem Abpraller den Bann (61.). Zwei Minuten später hatte auch Lewandowski keine Mühe, den Assist Rafinhas aus wenigen Metern zu verwerten. Bayern-Trainer Kovac setzte fast ganz auf jene Elf, die am Wochenende mit dem 3:1-Sieg über Wolfsburg die Krise beendete hatte. Nur der zuletzt am Oberschenkel angeschlagene ÖFB-Teamspieler David Alaba saß diesmal auf der Bank. Punkte- und torgleich (jeweils sieben beziehungsweise 5:1) mit Bayern liegt in Gruppe E Ajax Amsterdam in Front. Die Niederländer, bei denen Maximilian Wöber Ersatz war, besiegten mit einem Last-Minute-Treffer von Noussair Mazraoui (92.) Benfica Lissabon 1:0.

    Real Madrid tauchte nach fünf sieglosen Pflichtspielen mit vier Niederlagen gegen Viktoria Pilsen plangemäß aus seinem Tief und verschaffte auch Trainer Julen Lopetegui wieder etwas Luft. Der erste Treffer von Karim Benzema seit fast zwei Monaten (11.) ebnete dem weißen Ballett den Weg zum zweiten Sieg in Gruppe G, Marcelo machte bald nach Wiederbeginn (55.) alles klar. Patrik Hrosovsky (79.) gelang nur noch der Anschlusstreffer. Mit sechs Zählern führen die Spanier die Gruppe an, punktegleich mit der AS Roma. Die gewann zu Hause gegen Moskau mit 3:0 (2:0), ein Doppelpack von Edin Dzeko (30., 43.) entschied die zumeist einseitige Partie schon zur Pause. Spätestens nach dem 3:0 durch Cengiz Ünder (50.) war das Duell gelaufen.

    Hoffenheim wahrte Aufstiegschance

    Die theoretische Aufstiegschance hielten ÖFB-Teamkicker Philipp Grillitsch und CL-Neuling Hoffenheim am Leben. Beim 3:3 (1:1) gegen Lyon lieferte der Mittelfeldmann, der durchspielte, per Flanke die Vorlage für den Ausgleich, via Pavel Kaderabek kam der Ball zu Andrej Kramaric, der abgebrüht das 1:1 besorgte (33.). Dabei hatte die Partie für die Deutschen denkbar schlecht begonnen: Lyon ging nach einem schweren Abwehrpatzer von Abwehrchef Kevin Vogt durch Bertrand Traore nicht unverdient in Führung (27.).

    Doch die Hausherren erholten sich schnell und fanden nach dem 1:1 noch vor der Pause mehrere gute Chancen vor. Es dauerte aber bis zum Beginn der zweiten Hälfte, bis Kramaric nachlegte (47.). Der neuerliche Rückstand durch Tanguy N'Dombele (59.) und Memphis Depay (67.) ließ die Elf von Julian Nagelsmann weiter verzweifelt anstürmen, Ex-Rapidler Joelinton belohnte die Bemühungen schließlich noch in der Nachspielzeit (92.). Die Deutschen halten bei zwei Zählern, Manchester City führt Gruppe F mit sechs Punkten vor Lyon (5) an. Die Engländer dominierten bei Schachtar Donezk und siegten dank David Silva (30.), Aymeric Laporte (35.) und Bernardo Silva (71.) 3:0 (2:0).

    Neben Hoffenheim durfte ein weiterer CL-Debütant zumindest ein halbes Erfolgserlebnis feiern. Zwar lagen die Young Boys Bern (Thorsten Schick Ersatz) gegen Valencia zu Hause nach einem Treffer von Michy Batshuayi (26.) mit 0:1 in Rückstand. Ein von Guillaume Hoarau verwandelter Foulelfer brachte Bern aber das erste Tor und den ersten Punkt in der Königsklasse. Valencia (2 Punkte) vergab in Gruppe H mit Juve und Manchester United wohl die ohnehin kleine Aufstiegschance. (APA, 23.10.2018)

    Champions League, 3. Spieltag, Dienstag

    • Gruppe E

    AEK Athen – Bayern München 0:2 (0:0)
    Tore: Martinez (61.), Lewandowski (63.)
    Bayern: Alaba Ersatz

    Ajax Amsterdam – Benfica Lissabon 1:0 (0:0)
    Tor: Mazraoui (92.)
    Ajax: Wöber Ersatz

    • Gruppe F

    1899 Hoffenheim – Olympique Lyon 3:3 (1:1)
    Tore: Kramaric (33., 47.), Joelinton (92.) bzw. Traore (27.), Ndombele (59.), Depay (67.) Hoffenheim: Grillitsch spielte durch

    Schachtar Donezk – Manchester City 0:3 (0:2)
    Tore: D. Silva (30.), Laporte (35.), B. Silva (71.)

    • Gruppe G

    Real Madrid – Viktoria Pilsen 2:1 (1:0)
    Tore: Benzema (11.), Marcelo (55.) bzw. Hrosovsky (79.)

    AS Roma – ZSKA Moskau 3:0 (2:0)
    Tore: Dzeko (30., 43.), Ünder (50.)

    • Gruppe H:

    Young Boys Bern – Valencia 1:1 (0:1)
    Tore: Hoarau (55./Elfer) bzw. Batshuayi (26.)
    Bern: Schick Ersatz

    Manchester United – Juventus Turin 0:1 (0:1)
    Tor: Dybala (17.)

    • Erleichterung bei Bayern München.
      foto: apa/afp/aris messinis

      Erleichterung bei Bayern München.

    • Guillaume Hoarau gleicht per Elfmeter für die Young Boys Bern aus.
      foto: apa/afp/fabrice coffrini

      Guillaume Hoarau gleicht per Elfmeter für die Young Boys Bern aus.

    • Joelinton rettet einen Punkt für Hoffenheim.
      foto: apa/afp/daniel roland

      Joelinton rettet einen Punkt für Hoffenheim.

    • Am Feiern: die Juve-Spieler Paulo Dybala und Blaise Matuidi.
      foto: reuters/jason cairnduff

      Am Feiern: die Juve-Spieler Paulo Dybala und Blaise Matuidi.

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