Tausende marschieren in Mexiko Richtung USA

Ansichtssache23. Oktober 2018, 14:21
135 Postings

Die Migrantenkarawane hat am Montag Südmexiko erreicht. Insgesamt liegen zwischen Honduras und der US-Grenze mehr als 4.600 Kilometer Fußmarsch, zwei Menschen kamen dabei bereits ums Leben

Inzwischen marschieren rund 7.300 Menschen nach Angaben der Vereinten Nationen im Süden Mexikos in Richtung USA. Von dort sind es noch über tausend Kilometer bis in die Hauptstadt Mexiko-Stadt und weitere 2.700 Kilometer nach Tijuana an der US-Grenze.

Beim dem Marsch sind nach Angaben der honduranischen Behörden bisher zwei Honduraner ums Leben gekommen. Ein Mann sei am Samstag in Guatemala von einem Fahrzeug gestürzt und gestorben, ein zweiter am Montag in Mexiko ums Leben gekommen.

Der Marsch hatte vor einer Woche begonnen, als rund 1.000 Personen aus Honduras auf der Flucht vor Arbeitslosigkeit und Gewalt aufbrachen. Immer mehr Menschen schlossen sich an. Behörden hatten versucht, die Menschenmasse auf einer Grenzbrücke zwischen Guatemala und Mexiko aufzuhalten, doch vielen gelang es trotzdem, die Grenze zu überschreiten.

Trump auf Twitter: "Kriminelle und Unbekannte aus Nahem Osten"

US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Marsch am Montag erneut als Angriff auf die Vereinigten Staaten. Bei einer Wahlkampfveranstaltung verkündete er unter dem Jubel seiner Anhänger, dass "die böse Menschen" keinesfalls US-Boden betreten dürften.

Außerdem kündigte Trump die Kürzung der Wirtschaftshilfe für die zentralamerikanischen Staaten Guatemala, Honduras und El Salvador an. Die drei Länder hätten nicht genügend getan, um die Menschen an einer illegalen Einreise in die USA zu hindern. Zuvor hatte Trump gedroht, die US-Grenze nach Mexiko zu schließen, sollten die Leute nicht umkehren. (APA, fmo, 23.10.2018)

foto: reuters/ue slei marcelino

Tausende Migranten aus Honduras sind nach knapp 600 Kilometern am Montag in Tapachula, Mexiko angekommen.

1
foto: apa/afp/johan ordonez

Viele versuchen auf Last- und Güterwagen so weit wie möglich in Richtung Norden weiterzukommen.

2
foto: reuters/ue slei marcelino

Bis zur US-Grenze in Tijuana sind es noch ungefähr 4.000 Kilometer.

3
foto: reuters/ue slei marcelino

Ein Migrant sei am Samstag in Guatemala von einem Fahrzeug gestürzt und gestorben, teilten honduranische Behörden mit.

4
foto: apa/afp/pedro pardo

Nachdem sich immer Menschen der Karawane angeschlossen haben, marschieren inzwischen rund 7.300 Personen nach UN-Angaben in Mexiko in Richtung USA.

5
foto: ap/oliver de ros

Wenn es nach Präsident Trump geht, sind die Migranten "Kriminelle" und "Unbekannte aus dem Nahen Osten". Dafür hat er allerdings keine Beweise vorgelegt.

6
foto: apa/afp/johan ordonez

Sie fliehen vor der schlechten Wirtschaftslage in ihren Heimatländern und vor der ungezügelten Kriminalität.

7
foto: apa/afp/orlando estrada

"Vertrieben und nicht aus freien Stücken gegangen", hieß es im Aufruf zu dem Marsch. Die Migranten hoffen, in den USA ein Leben ohne Hunger und Gewalt beginnen zu können.

8
    Share if you care.