"For Women in Science": Stipendien für fünf Nachwuchsforscherinnen

    22. Oktober 2018, 14:35
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    Forschungsgebiete reichen von der Mikrobiologie bis zu den Werkstoffwissenschaften

    Wien – Fünf Nachwuchsforscherinnen erhalten Montag, Abend in Wien Stipendien aus dem "For Women in Science"-Programm. Die mit jeweils 25.000 Euro dotierten Auszeichnungen gehen an die Immunbiologin Daniela Hainberger, die Mikrobiologin Manuela-Raluca Pausan, die Neuroimmunologin Joanna Plastira, die Werkstoffwissenschafterin Barbara Putz und die Zoologin Petra Sumasgutner.

    Hintergrund

    Die Stipendien wurden vor 20 Jahren durch eine Kooperation zwischen der UNESCO und dem Kosmetikkonzern L'Oreal ins Leben gerufen, später wurden die internationalen Preise auch durch nationale ergänzt. Seit 2007 werden solche Stipendien jährlich von der Österreich-Tochter von L'Oreal in Kooperation mit der Österreichischen UNESCO-Kommission und der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) vergeben und vom Wissenschaftsministerium und der ÖAW mitfinanziert.

    Die Stipendien sollen Frauenkarrieren fördern und zum Abbau von gender-bedingten Karrierehürden in der Wissenschaft beitragen. Die Förderung solle auch helfen, kritische Übergangsphasen in der wissenschaftlichen Laufbahn – etwa Studien- oder Projektabschluss, Rückkehr aus dem Ausland oder Karenz – zu überbrücken.

    Die Laureatinnen

    Zwei Auszeichnungen gehen an Doktoratsstudentinnen der Medizinischen Universität Graz: Die gebürtige Rumänin Manuela-Raluca Pausan (27) absolviert dort seit 2015 ein PhD-Studium in Molekularer Medizin. Sie will mit dem Stipendium den Transfer von Mikroorganismen zwischen Müttern und Kindern während und nach der Geburt erforschen. Speziell interessieren sie dabei Faktoren wie die Art der Geburt oder der Ernährung, die diese Übertragung beeinflussen.

    Die aus Griechenland stammende 35-jährige Joanna Plastira arbeitet seit 2017 als Post-Doc am Gottfried Schatz Forschungszentrum der Meduni Graz. Sie untersucht die Auswirkungen eines Signalstoffs (Lysophosphatidsäure) auf die Rolle von Immunzellen des zentralen Nervensystems (Mikroglia) bei Entzündungen.

    An der Medizinischen Universität Wien absolviert die gebürtige Linzerin Daniela Hainberger (32) seit 2014 ein PhD-Studium. Im Rahmen ihres Stipendiums untersucht sie die molekularen Mechanismen, die Funktion und Differenzierung von bestimmten Immunzellen (CD4-positive T-Helferzellen) steuern.

    Seit Abschluss ihres Doktoratstudiums an der Montanuniversität Leoben arbeitet Barbara Putz (28) als Post-Doc am Erich-Schmid-Institut für Materialwissenschaft der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in ihrer Geburtsstadt Leoben. Sie entwickelt flexible Dünnschichtsysteme, die in flexiblen Mikroelektronik-Bauteilen oder in thermischen Superisolatoren für Satelliten zum Einsatz kommen sollen.

    Nach Abschluss ihres Doktoratsstudiums in Zoologie an der Universität Wien ging die gebürtige Klagenfurterin Petra Sumasgutner (34) als Post-Doc an die Universität Kapstadt (Südafrika). Sie will nun mit ihrem Stipendium am Naturhistorischen Museum Wien die genetische Struktur Zentralasiatischer Steinadler analysieren, die in den großen Steppengebieten Kasachstans und der Mongolei durch die zunehmende Zahl an Windrädern stark beeinflusst werden könnte. (APA, red, 22. 10. 2018)

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