Ausgangssperre nach tödlicher interreligiöser Gewalt in Nigeria

22. Oktober 2018, 07:15
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Ein Marktstreit löste am Donnerstag die folgenschweren Auseinandersetzungen aus

Nach tödlichen Zusammenstößen zwischen jungen Christen und Muslimen in Nigeria haben die Behörden in der Stadt Kaduna eine 24-stündige Ausgangssperre verhängt. Mit der Maßnahme solle die Situation unter Kontrolle gebracht werden, erklärte Gouverneur Nasir Al-Rufai am Sonntag.

Er rief die Bewohner von Kaduna zur Friedfertigkeit auf. Bei der Gewalt in Kaduna wurden in den vergangenen Tagen mindestens 55 Menschen getötet.

Marktstreit als Auslöser

Die Kämpfe zwischen Angehörigen der muslimischen Volksgruppe der Hausa und der christlichen Volksgruppe der Adara hatten am Donnerstag nach einem Streit auf einem Markt begonnen. Zunächst soll es zwei Tote gegeben haben. Später sollen junge Adara Hausa angriffen, Häuser niedergebrannt und Dutzende Menschen getötet haben.

Im Bundesstaat Kaduna mit der gleichnamigen Provinzhauptstadt trifft der muslimisch geprägte Norden Nigerias auf den christlich geprägten Süden. In der Region kommt es immer wieder zu Gewalt zwischen den Bevölkerungsgruppen. (APA, 22.10.2018)

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