Die Macht der Maschinen im München-"Tatort": Top oder Flop?

    Ansichtssache21. Oktober 2018, 17:41
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    Die Kommissare Leitmayr und Batic bekommen es in der Folge "KI" mit einem Computerprogramm zu tun

    foto: orf/br/hendrik heiden

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    Im Fall der verschwundenen Melanie machen Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) eine merkwürdige Entdeckung: Eine Stimme aus dem Laptop des Mädchens fragt nach Melanie. Was Batic und Leitmayr zuerst für einen Chatbot halten, entpuppt sich bald als hochkomplexe künstliche Intelligenz.

    Für die Ermittler stellt sich die Frage, wie man eine KI als Zeugen vernimmt, während die Zeit davonläuft. Jede Stunde mehr lässt die Hoffnung sinken, das Mädchen noch lebend zu finden.

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    foto: orf/br/hendrik heiden

    Die Kritiken

    Astrid Ebenführer schreibt im TV-Tagebuch des STANDARD: "Der Plot ist zu einfach gestrickt, um sich diesem hochkomplexen Zukunftsthema ernsthaft anzunähern. Recht bald wünscht man sich, dass "Maria" einfach nur ihren Mund hält."

    Bei "Spiegel Online" vergibt Christian Buß fünf von zehn Punkten: "Das Thema künstliche Intelligenz bleibt irgendwann hinter den blinkenden Computerwänden auf der Strecke, der Cyberkrimi hat den vielen "Tatorten" über Mord in Zeiten der Digitalisierung wenig hinzuzufügen."

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    foto: orf/br/hendrik heiden

    Bei faz.net fällt das Fazit von Ursula Scheer folgendermaßen aus: "Logisch ist vieles davon nicht. Aber "KI" gelingt ein kleines Kunststück. Dieser "Tatort" wirft in seiner soliden Weise die Gegenwartsfrage auf, wo das Vertrauen in die Macht der Maschinen enden muss, und verbindet sie mit der überzeitlichen Tragödie vom Zerfall einer Ehe und Familie. Dirk Borchardt und Lisa Martinek spielen das Paar, das Schaden an seiner Seele nimmt. Die KI begreift nichts davon. Leitmayr und Batic dagegen begreifen sehr viel."

    Und was meinen Sie? Top oder Flop? (red, 21.10.2018)

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