Deutsche Regierungsparteien verlieren weiter an Rückhalt

    19. Oktober 2018, 09:54
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    Union und SPD kommen in Umfragen gemeinsam nur noch auf 39 Prozent

    Berlin – In Deutschland verlieren die CDU/CSU und die SPD in der Wahlbevölkerung weiter an Zustimmung. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die Union einer am Freitag veröffentlichten ARD-Umfrage zufolge derzeit auf 25 Prozent und die SPD auf 14 Prozent.

    Das ist für beide Parteien der schlechteste Wert, seitdem die Sonntagsfrage im ARD-Deutschlandtrend gemessen wird. Insgesamt würde die derzeitige Regierungskoalition aus Union und SPD damit nur 39 Prozent erhalten.

    Für die rechtspopulistische AfD würden sich 16 Prozent der Befragten entscheiden, die Partei liegt damit weiterhin vor der SPD. Die Grünen würden 19 Prozent wählen, das ist der höchste Wert seit September 2011. Die Linke käme auf neun Prozent und die FDP auf elf.

    AfD stabil

    Im Vergleich zum Deutschlandtrend vom 11. Oktober verlieren CDU/CSU, SPD und die Linke jeweils einen Prozentpunkt. Die FDP gewinnt einen Punkt dazu, die Grünen zwei. Der Stimmenanteil der AfD bleibt unverändert.

    Dem Deutschlandtrend für das ARD-"Morgenmagazin" zufolge ist die Hälfte der Deutschen beunruhigt wegen des Bedeutungsverlusts der Volksparteien. 51 Prozent der Wahlberechtigten sind besorgt, dass die schwindende Akzeptanz von CDU, CSU und SPD die politische Stabilität gefährden könnte. 47 Prozent teilen diese Befürchtung nicht. Sie erwarten von den neuen Kräfteverhältnissen mit mehreren kleinen bis mittleren Parteien breitere Debatten. Auch die Hälfte der Anhänger von Linken, Grünen und FDP teilt die Sorge um den Bedeutungsverlust der Volksparteien. Bei den AfD-Anhängern sind es knapp ein Drittel. (APA, Reuters, 19.10.2018)

    • Angela Merkels Koalition ist weiter im Tief.
      foto: apa/dpa/jutrczenka

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