Pixel 3 XL: "Teardown" offenbart eine Samsung-Überraschung

    17. Oktober 2018, 12:01
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    Display heuer nicht mehr von LG geliefert – Glasrückseite erhöht Bruchgefahr, Smartphone schwerer zu reparieren als Vorgänger

    Neben all den Kameraverbesserungen zeigten sich Tester noch von einem anderen Merkmal des Pixel 3 XL angetan: Dem Bildschirm. Gerade im Vergleich zum Pixel 2 XL stelle dieser einen massiven Fortschritt dar, aber auch sonst weisen ihm die Experten von DisplayMate Bestwerte aus. Mit einem Teardown wird nun auch klar, wie es zu diesem wundersamen Qualitätssprung kommt.

    Samsung

    Google hat für das Pixel 3 XL den Display-Lieferanten gewechselt: Statt LG kommt nun Samsung zum Zug. Damit vollzieht Google in dieser Frage eine weitere Kehrtwende: Schon in früheren Jahren wurden die Bildschirme für die Smartphones des Android-Herstellers von Samsung geliefert. Von dieser Abhängigkeit wollte man sich eigentlich befreien – was aber nicht das erwünschte Ergebnis brachte.

    Überraschend ist dieser Wechsel trotzdem: Haben doch die LG-Displays zwischenzeitlich massive Fortschritte gemacht, wie etwa Berichte über das LG-eigene V40-Smartphone zeigen. Und auch Apple soll mittlerweile ausreichend mit der Qualität zufrieden sein, um künftig einen Teil der iPhone-Produktion mit Displays von LG auszustatten. Frühere Berichte hatten gar davon gesprochen, das Google 800 Millionen US-Dollar in die Display-Fertigung von LG investiert hat – was das Unternehmen aber zwischenzeitlich zumindest teilweise dementiert hat. Es gebe noch keinen fixen Betrag, hieß es vor ein paar Monaten.

    foto: ifixit
    All die Einzelbestandteile des Pixel 3 XL.

    Nachteile

    Der Wechsel hat aber auch eine negative Konsequenz: Durch die Samsung-typische, enge Verknüpfung des Displays mit dem Glas und dem Rahmen des Geräts ist das Pixel 3 XL schwerer zu reparieren als sein Vorgänger. Zudem kritisiert iFixit auch, dass im Gehäuse sehr viel Kleber verwendet wurde, was jeglichen Reparaturvorgang erschwert. Und natürlich heißt der Wechsel zu einer Glasrückseite, dass es leichter zu Beschädigungen kommen kann als beim Vorgänger. In Summe erzielt das Gerät nur 4 von 10 Punkten auf der Reparierbarkeitsskala der Experten.

    Doch der Teardown liefert auch sonst noch einige interessante Details zu dem Smartphone: So ist etwa erstmals Googles eigener Sicherheitschip Titan M zu sehen. Auch die recht platzgreifende Anordnung der Dual-Frontkameras fällt auf. (apo, 17.10.2018)

    • Bei iFixit hat man sich das neue Google-Smartphone von innen angesehen.
      foto: ifixit

      Bei iFixit hat man sich das neue Google-Smartphone von innen angesehen.

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