Also doch: Facebooks Smart Display "Portal" kann Daten für Werbung sammeln

    17. Oktober 2018, 09:46
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    Zur Vorstellung hat das soziale Netzwerk noch versichert, dass keine Nutzerinformationen ausgewertet würden

    Mit Portal hat Facebook kürzlich sein erstes Smart Home-Produkt vorgestellt. Der smarte Speaker in zwei Größenausführungen bietet Zugang zu Apps, Sprachsteuerung und ermöglicht Videochats mit anderen Kontakten. Das soziale Netzwerk liefert damit einen direkten Konkurrenten zu ähnlichen Geräten von Google, Amazon und Co.

    Zum Launch hatte der Konzern noch mehreren US-Medien mitgeteilt, dass man davon absehe Nutzerdaten zu erfassen. Weder Anruflisten, das App-Nutzungsverhalten, noch andere Aspekte würden für die Anzeige gezielter Werbung verwendet. Nun stellt sich allerdings heraus: Das stimmt so nicht.

    Auswertung möglich, aber noch nicht vorgesehen

    Facebook selbst bemüht sich nun nachträglich um Korrektur, berichtet Recode. Es werden sehr wohl verschiedene Daten aufgezeichnet. Bei Anrufen sind dies die gleichen, die Facebook auch sammelt, wenn man den klassischen Messenger verwendet. Denn Portal nutzt dessen Infrastruktur. Dabei geht es etwa um die Häufigkeit und Längen von Anrufen. Das gilt auch für weiteres Nutzungsverhalten.

    Und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass Facebook eben diese Daten einsetzt, um Nutzern angepasste Werbung einzublenden. Ob das passieren wird, ist laut Produktmanager Rafa Camargo offenbar noch nicht klar. Während es technisch möglich sei, die gesammelten Informationen so zu verwenden, gibt es bislang offenbar keine Pläne dafür. Ob dies langfristig so bleibt, steht freilich auf einem anderen Blatt. (red, 17.10.2018)

    • Portal nutzt die Messenger-Plattform und liefert entsprechende Daten an Facebook.
      foto: facebook

      Portal nutzt die Messenger-Plattform und liefert entsprechende Daten an Facebook.

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