Wiener "Tatort" über die Haberer der Unterwelt: Top oder Flop?

    Ansichtssache14. Oktober 2018, 17:33
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    Eisner und Fellner ermitteln im Wiener Gürtelmilieu, Erwin Steinhauer spielt einen Rotlichtboss, auch Inkasso-Heinzi (Simon Schwarz) hat seine Finger im Spiel. Wie hat Ihnen die Folge gefallen?

    Im neuen "Tatort"-Fall aus Wien ("Her mit der Marie") haben es die Ermittler Moritz Eisner (Harald Krassnitzer" und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) zu Beginn mit einer nicht identifizierbaren Leiche zu tun. Sie arbeiten sich Schritt für Schritt voran: Was ist passiert? Und wer ist der Tote? War es ein gezielter Mord, oder ist etwas ganz anderes auf tragische Art und Weise schief gegangen?

    Erst nach und nach kommt ans Licht, dass der Geldbote vom "Dokta" (Erwin Steinhauer) einem Wiener Großkriminellen, überfallen wurde. Es ging also sehr wahrscheinlich um eine ordentliche Summe. Nur: Wer ist allen Ernstes so verrückt ausgerechnet den "Dokta" zu berauben?

    foto: orf/hubert mican

    "'Her mit der Marie!'" ist Schmierentheater auf höchstem Niveau, die Dialoge sind trocken, die Bilder süffig, aber nicht voyeuristisch", urteilt Christian Buß im "Spiegel". Regisseurin Barbara Eder "legt einen feschen Retro-Krimi vor, in dem die Galgenvögel zuweilen ernster genommen werden, als es auf den ersten Blick den Anschein hat."

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    foto: orf/hubert mican

    "Die Suche nach dem Mörder ist das Erkennen der sich auflösenden Klischees über die Wiener Unterwelt. Der grosse Boss ist ein gemütlicher Onkel mit Bart, der aufstrebende Jüngling sucht mit der Liebe seines Lebens einen Ausweg aus der vorgegebenen Gangster-Ordnung. Seine Alibibraut aus Afrika lässt er dabei auf dem verranzten Sofa liegen, so Inna Hartwich in der "Neuen Zürcher Zeitung". "Die Verwicklungen, die Regisseurin Barbara Eder in der Folge aufbietet, wirken zuweilen arg konstruiert. Zu lachen aber gibt's genug."

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    foto: orf/hubert mican

    "Der Regisseurin Barbara Eder und den Autoren Stefan Hafner und Thomas Weingartner ist ein spannender Tatort mit viel Lokalkolorit gelungen, ohne vollends ins Kitschige abzugleiten. Dabei hilft auch die Musik inklusive eines Gastauftritts von Voodoo Jürgens. Das bittere Ende und der STS-Hadern Irgendwann bleib i dann dort rührt dann aber doch fast zu Tränen", schreibt Astrid Ebenführer im TV-Tagebuch des STANDARD.

    Wie hat Ihnen diese Folge gefallen? Top oder Flop?

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