Saudi-Arabiens Regierung weist Mordvorwürfe im Fall Khashoggi zurück

    13. Oktober 2018, 08:25
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    Innenminister spricht von "Lügen" gegen saudi-arabische Regierung. Team von Ermittlern aus Riad in Ankara eingetroffen

    Istanbul/Kairo – Saudi-Arabien hat Mordvorwürfe im Zusammenhang mit dem verschwundenen Journalisten Jamal Kashoggi zurückgewiesen. Es handle sich um "Lügen" und "unbegründete Vorwürfe", die gegen die saudi-arabische Regierung gerichtet seien, teilte der Innenminister des Landes, Prinz Abdulaziz bin Saud bin Naif, in der Nacht auf Samstag mit.

    Zuvor war ein Team von Ermittlern aus Riad in Ankara eingetroffen, um gemeinsam mit den einheimischen Behörden zu ermitteln. Ankara liegen nach einem Bericht der "Washington Post" Ton- und Videoaufnahmen von der Ermordung des Journalisten im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul vor. Bereits am Dienstag hatte das Königreich einer Durchsuchung des Konsulats durch die türkische Polizei zugestimmt, doch fand diese bisher noch nicht statt.

    Verdacht auf Mord bei Besuch in Konsulat

    Türkische Ermittler gehen davon aus, dass Khashoggi bei seinem Besuch im Konsulat am 2. Oktober von saudi-arabischen Agenten ermordet wurde. Saudi-Arabien bestreitet dies, ist aber den Beweis dafür schuldig geblieben, dass der Regierungskritiker das Gebäude lebend verließ.

    Die türkischen Zeitungen "Milliyet" und "Sözcü" berichteten, Khashoggis Smartwatch habe eine Auseinandersetzung im Konsulat aufgezeichnet, die an sein Handy gesendet worden sei, das er seiner vor dem Gebäude wartenden Verlobten Hatice Cengiz gegeben hatte. Die türkische Regierung hält sich bisher mit direkten Vorwürfen an Saudi-Arabien zurück, doch veröffentlichen türkische Medien täglich neue Details aus den Polizeiermittlungen. (APA, 13.10.2018)

    • Jamal Khashoggi ist verschwunden.
      foto: afp

      Jamal Khashoggi ist verschwunden.

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