Schwerverletzter bei Gasexplosion: Diversion für zwei Kärntner

11. Oktober 2018, 10:51
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Müssen auch mehrere 10.000 Euro an AUVA und GKK zahlen

Klagenfurt – Zwei Kärntner haben sich am Donnerstag wegen fahrlässiger Körperverletzung am Landesgericht Klagenfurt verantworten müssen. Ihnen war vorgeworfen worden, im August 2015 eine nicht genehmigte Gasfüllanlage bedient zu haben – dabei kam es zu einer Explosion, bei der ein 21-Jähriger schwer verletzt wurde. Die beiden erhielten eine Diversion.

Das Verfahren wurde gegen den Geschäftsführer, einen Mitarbeiter und die Firma nach dem Verbandsverantwortlichkeitsgesetz geführt. Der Geschäftsführer muss laut der Entscheidung von Richter Christian Liebhauser-Karl 9.000 Euro bezahlen, der zweite Angeklagte 5.400 Euro und die Firma 10.000 Euro. Außerdem müssen die Angeklagten auch noch mehrere 10.000 Euro an die AUVA und an die GKK bezahlen. Staatsanwalt Christian Pirker erklärte sich mit der diversionellen Erledigung einverstanden.

Zu der Explosion war es am 10. August 2018 gekommen. Wie die Polizei damals mitteilte, hatte sich der 21-Jährige zufällig in der Nähe der Anlage befunden. Er wurde von den durch die Explosion ausgelösten Flammen erfasst. Mit einem Rettungshubschrauber war er ins AKH Wien geflogen worden. (red, APA, 11.10.2018)

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