Russische Cyberattacken Thema auf EU-Gipfel

    11. Oktober 2018, 07:37
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    Etwaige Konsequenzen nach Hackerangriff noch nicht absehbar

    Die mutmaßlich russischen Cyberangriffe in den Niederlanden werden nach Angaben der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und des niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte Thema auf dem EU-Gipfel kommende Woche sein.

    Ob der von den niederländischen und britischen Behörden bekanntgemachte Angriff russischer Hacker auf die in Den Haag beheimatete Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) Konsequenzen haben werde, müsse man sehen, sagte Rutte am Mittwoch vor einem Gespräch mit Merkel in Den Haag. Merkel versicherte, dass man den Schlussfolgerungen der niederländischen Behörden vertraue.

    Aufforderung

    Die deutsche Bundesregierung hat Russland bereits vergangenen Freitag aufgefordert, Cyberattacken in anderen Staaten zu unterlassen. Auch die Bundesregierung geht mit Hinweis auf eigene Fakten- und Quellenlage "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" davon aus, dass hinter der Cyberspionagekampagne APT28 der russische Militärgeheimdienst GRU stecke. APT28 waren viele weltweite IT-Angriffe zugeordnet worden, unter anderem auf den Bundestag, auf staatliche Organe oder internationale Organisationen. (Reuters, 11.10.2018)

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