Glyphosat-Verfahren gegen Monsanto wird wohl neu aufgerollt

    11. Oktober 2018, 06:52
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    Die Strafzahlungen in der Höhe von 250 Millionen Dollar sollen neu verhandelt werden

    San Francisco – Ein Teil des US-Prozesses gegen Monsanto um glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel wird wohl neu aufgerollt. Richterin Suzanne Bolanos gab am Mittwoch in San Francisco vorläufig dem Antrag der Bayer-Tocher statt, die Strafzahlungen (punitive damages) in Höhe von 250 Millionen US-Dollar neu zu verhandeln. Die Parteien hätten nun bis Freitag Zeit, ihre Stellungnahmen abzugeben.

    Monsanto war im August zudem dazu verurteilt worden, einem am Krebs erkrankten Mann 39 Millionen Dollar zu zahlen. Das Unternehmen habe es versäumt, ihn und andere Verbraucher vor den Krebsrisiken seiner Unkrautvernichter zu warnen, entschied das Gericht damals. Der 46-Jährige warf dem Unternehmen vor, durch die Mittel am Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt zu sein. Monsanto hatte Berufung gegen das Urteil ankündigt. Das Unternehmen bestreitet, dass Glyphosat Krebs verursacht. (Reuters, 11.10.2018)

    • Demonstranten protestieren vor der EU-Kommission gegen den Einsatz von Glyphosat.
      foto: apa/kay nietfeld

      Demonstranten protestieren vor der EU-Kommission gegen den Einsatz von Glyphosat.

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