Telekombehörde RTR schweigt über Mobilfunk-Marktanteile

    12. Oktober 2018, 18:13
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    Anbieter sehen ihre Kundenzahlen als Geschäftsgeheimnis an

    Wie viele Kunden hat der Mobilfunker "3"? Wie viele der Diskonter Hot? Diese Fragen wurden bisher von der Telekombehörde RTR verlässlich beantwortet. Damit ist allerdings Schluss. Informationen über Marktanteile werden im RTR-Telekom-Monitor nicht mehr veröffentlicht. Damit kommt die Behörde Mobilfunkern entgegen, die diese Zahlen als Geschäftsgeheimnis ansehen – auch sorgt der massenhafte Exodus von Kunden nicht gerade für tolle Schlagzeilen.

    Eigenangaben

    Medien und interessierte Kunden müssen sich nun auf die Eigenangaben der Mobilfunker verlassen. Allerdings versuchten diese in den letzten Jahren ihre Kundenzahl zu verschleiern. Manche kleine Anbieter geben überhaupt keine Auskunft darüber. Andere sprechen nicht von Kunden, sondern von verteilten Sim-Karten. T-Mobile zählt auch die Kunden seiner Netz-Untermieter, etwa Nutzer des Billiganbieters Hot, zu seinem Kundenstamm.

    15,3 Millionen Sim-Karten im Umlauf

    Laut den aktuellen Zahlen der RTR sind in Österreich 15,3 Millionen genutzte Sim-Karten im Umlauf. Von dieser Gesamtzahl an Sim-Karten entfielen rund 2,2 Millionen auf reine Datentarife, knapp 10,8 Millionen auf sonstige Tarife und rund 2,3 Millionen auf M2M (Machine to Machine), die für die Kommunikation zwischen Maschinen sorgen. Von den 2,3 Millionen M2M-Sim-Karten sind nicht alle nur in Österreich in Betrieb. T-Mobile hat sich für den Konzern Deutsche Telekom als internationaler M2M-Hub etabliert, daher sind seine Sim-Karten in Fahrzeugen verbaut, die auf der ganzen Welt zum Einsatz kommen. Etwa in BMWs. (sum, 12.10. 2018)

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      foto: apa
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