Verkauf des Gaskraftwerks Samsun belastet OMV-Ergebnis

10. Oktober 2018, 10:51
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OMV-Aktien nach Zahlen an ATX-Spitze

Wien – Die OMV-Aktien steigen mit plus 0,96 Prozent auf 50,68 Euro an die Spitze des ATX, obwohl der Verkauf des türkischen Gaskraftwerks Samsun das Ergebnis des Öl- und Gaskonzern im dritten Quartal belastet. Damit erholen sich die Aktien von ihrem jüngsten Kurstief. Im August war die OMV-Aktie auf 43,20 Euro gefallen und damit so tief wie seit über einem Jahr nicht mehr. Von ihren Jahreshoch bei 56,32 Euro im Jänner bleiben die Papiere allerdings noch etwas entfernt.

Der Verkauf des türkischen Gaskraftwerks Samsun, der im dritten Quartal finalisiert wurde, belastet beim Öl- und Gaskonzern OMV das Ergebnis. Im Periodenüberschuss würden Verluste von etwa 160 Mio. Euro anfallen, bedingt durch die Aufarbeitung des Fremdwährungs-Exposure. Ursache sei die Negativentwicklung der Lira gegenüber dem Euro seit der Investition ins Kraftwerk, so die OMV am Mittwoch.

Auf das Eigenkapital der OMV-Gruppe habe das aber keinen Einfluss, da die korrespondierenden Wechselkurstranslationseffekte bereits berücksichtigt worden seien, erklärte das Unternehmen im Quartalszwischenbericht (Trading Update). Das 890-MW-Kraftwerk war 2013 in Betrieb genommen worden, hatte rund 600 Mio. Euro gekostet, seither aber Abschreibungen von Hunderten Mio. Euro erfordert.

Zum Vergleich der Größenordnung: Im zweiten Quartal d.J. hatte der Periodenüberschuss der OMV 276 Mio. Euro betragen, im ersten Vierteljahr 531 Mio. Euro, somit im gesamten ersten Halbjahr 807 Mio. Euro. (APA, 10.10.2018)

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