360.000 Euro: Nächste saftige Strafe für Uber in Wien

    9. Oktober 2018, 16:31
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    Taxi 40100 deckt den Fahrdienstleister mit weiteren Klagen ein und bekam erneut recht

    Wien – Wenige Tage nachdem Uber in Wien eine weitere Niederlage vor Gericht erlitten hat, kommt der nächste Schlag. Das zuständige Exekutionsgericht Innere Stadt hat am Montag die nächste Strafe gegen Uber verhängt, und zwar in Höhe von 360.000 Euro, wie Taxi 40100 mitteilt. "Die Höhe der verhängten Geldstrafe ist aufgrund der wiederholt geltend gemachten Verstöße angemessen", heißt es in den insgesamt sechs eingebrachten und genehmigten Strafanträgen.

    Taxi 40100 hat wiederholt klargemacht, dass man Uber mit Argusaugen beobachten werde und bei Regelverstößen mit Klagen eindecken werde. Insgesamt belaufen sich die Strafen laut Taxi 40100 auf 680.000 Euro. "Wir fordern Uber auf, sich endlich an die Spielregeln des Landes zuhalten – zum Schutz aller Kunden und Fahrer", so Taxi 40100-Geschäftsführer Christian Holzhauser.

    "Auch Uber wird sich letztlich an die Gesetze und oberstgerichtliche Entscheidungen halten müssen", ergänzt Anwalt Dieter Heine, der die Klage in Namen von Taxi 40100 eingebracht hat. Und: "Ich bin mir sicher, dass der Staat sich die dauerhafte Missachtung seiner Autorität nicht bieten wird lassen."

    Der Streit dreht sich im Wesentlichen darum, dass Uber mit einer Mietwagenkonzession tätig ist und daher zwar nicht an die Taxigebühren gebunden ist, dafür aber die Wagen nach jeder Fahrt in die Zentrale zurückkehren beziehungsweise alle Aufträge am Firmensitz entgegennehmen müssen. Taxi 40100 macht seit einiger Zeit laufend Probefahrten und hält fest, wie die Fahrt abgewickelt wurde. Schwer sagen lässt sich, ob Uber weiterhin Strafen ausfasst, oder lieber das System ändern will. Jedenfalls gibt es laut Gesetz die Möglichkeit, auch Haftstrafen gegen den Geschäftsführer zu verhängen. (red, 9.10.2018)

    • Die alteingesessene Konkurrenz hat mit dem US-Konzern wenig Freude.
      foto: imago

      Die alteingesessene Konkurrenz hat mit dem US-Konzern wenig Freude.

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