Hurrikan Michael hinterließ Wassermassen, Trümmer und Verwüstung

    11. Oktober 2018, 15:32
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    Mindestens zwei Menschen gestorben – Derzeit durchkämmen Rettungsteams die besonders stark betroffenen Gebiete

    Panama City Beach – Hurrikan Michael ist als einer der schwersten Stürme über den US-Bundesstaat Florida hinweggezogen und hat Wassermassen, Trümmer und Verwüstungen hinterlassen. Mindestens zwei Menschen starben laut Medienberichten, darunter ein Kind. Ganze Stadtteile wurden am Mittwoch (Ortszeit) überschwemmt und auch durch den heftigen Wind zerstört.

    "Es sieht so aus, als wäre in jedem einzelnen Block eine Bombe hochgegangen", sagte der Abgeordnete Neal Dunn aus der Stadt Panama City dem Sender CNN. Am Morgen nach dem Sturm bot sich ein chaotisches Bild: Häuser, Autos, Boote, Bäume und Möbel hatte der Sturm offensichtlich durcheinandergewirbelt. Betroffene Menschen standen fassungslos vor den Trümmern.

    foto: reuters
    Der Hurrikan hinterließ eine Spur der Zerstörung.

    "Michael" drückte das Meer über die flache Küste und setzte laut einem Bericht der "New York Times" auch im Landesinnern ganze Stadtteile unter Wasser. Das Wasser reichte demnach teilweise bis in den ersten Stock von Gebäuden. Stromleitungen waren gerissen und ineinander verheddert.

    Mehr als 360.000 Haushalte ohne Strom

    Nach Behördenangaben waren mehr als 360.000 Haushalte ohne Strom. Die Wiederherstellung von Elektrizität gehöre zu den wichtigsten Aufgaben, schrieb Floridas Gouverneur Rick Scott auf Twitter. "Wir tun alles, was wir können, um unseren betroffenen Gemeinden zu helfen." Er stehe in ständigem Kontakt mit staatlichen und lokalen Helfern. Tausende Menschen verharrten weiter in Notunterkünften.

    grafik: apa
    Die prognostizierte Zugrichtung von "Michael".

    Ein Kind und ein Mann seien gestorben, berichtet der Sender CNN. Der Mann starb demnach, als ein Baum auf sein Haus in Greensboro fiel – das Kind unter ähnlichen Umständen, die Details waren aber zunächst ungeklärt. Such- und Rettungsmannschaften wurden in die besonders schlimm getroffenen Gegenden geschickt. In der Nacht hatten Rettungskräfte laut CNN-Reportern wegen des starken Winds nicht ausrücken können.

    US-Präsident Donald Trump bedankte sich auf Twitter bei den Katastrophenhelfern. Er forderte auch die Bevölkerung dazu auf: "Schüttelt ihre Hand und sagt Danke".

    foto: mark wallheiser/getty images/afp
    Autofahrer stehen in Tallahassee Schlange, um ihr Auto noch vor der Ankunft des Hurrikans vollzutanken.

    Nur wenig fehlte auf Hurrikan der Höchststufe

    Viele Einwohner waren von der Stärke des Sturms überrascht worden. "Michael", ursprünglich als Tropensturm angekündigt, wuchs innerhalb kurzer Zeit zu einem Hurrikan der Stufe vier heran. Als der Sturm auf Land traf, fehlte nur wenig, um als Hurrikan der Höchststufe fünf eingestuft zu werden.

    foto: joe raedle/getty images/afp
    Der Hurrikan erreichte Windgeschwindigkeiten von fast 250 Stundenkilometern.

    Bis die Bewohner zurückkehren können, dürfte es noch dauern: Viele Straßen waren durch umgestürzte Bäume und Wasser unpassierbar, in mehrere Gemeinden galt eine Ausgangssperre. Das Hurrikanzentrum sprach von weiterhin bis zu 1,5 Meter hohen Fluten zwischen den Orten Panama City und Keaton Beach.

    Tornado-Warnungen galten weiter

    Auf seinem Weg nach Nordosten über Georgia schwächte sich "Michael" ab und wurde zu einen tropischen Sturm herabgestuft. Gefährlich blieb er trotzdem: Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 85 Kilometern pro Stunde und starkem Regen könne der Sturm auch über Teilen Georgias, North und South Carolinas und dem Südwesten Virginias zu lebensbedrohlichen Sturzfluten führen, warnte das Nationale Hurrikanzentrum. Auch Tornado-Warnungen galten weiter. (red, APA, 11.10.2018)

    • Ein Satellitenbild zeigt den Weg von Michael und wie er an Stärke zunimmt.
      foto: lizabeth menzies / noaa/rammb / afp

      Ein Satellitenbild zeigt den Weg von Michael und wie er an Stärke zunimmt.

    • Tausende Häuser wurden zerstört.
      foto: ap

      Tausende Häuser wurden zerstört.

    • Ein Mann holt eine Kühlbox aus dem Wasser, die von dem Sturm davongetragen wurde.
      foto: apa

      Ein Mann holt eine Kühlbox aus dem Wasser, die von dem Sturm davongetragen wurde.

    • Florida wurde mit Windgeschwindigkeiten von rund 250 km/h getroffen.
      foto: ap

      Florida wurde mit Windgeschwindigkeiten von rund 250 km/h getroffen.

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