Der Apple-Hass im Netz macht Apple besser

    9. Oktober 2018, 13:34
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    Bekannte Youtuber bereiten mit ihren Skandalisierungen Apple Sorgen, treiben die Firma aber auch zu besserem Qualitätsmanagement

    In unserer schnelllebigen Zeit, wo vor allem die neuen Medienkonsumenten mit immer kürzeren Aufmerksamkeitsspannen ausgestattet sind, braucht es kurze und eingehende Nachrichten um die Message zu transportieren. Das erklärt zum Teil den Erfolg von Twitter, das erklärt warum sämtliche Medien versuchen Überschriften möglichst pointiert an den Leser zu bringen und das erklärt auch warum auf der Videoplattform Youtube gerne einmal Videos mit einem Hang zur Übertreibung reingestellt werden.

    Einer Analyse von Macwelt zufolge ist das auch der Grund, warum kleinere Unzulänglichkeiten beim dominierenden Smartphone-Hersteller Apple schnell einmal zum großen Skandal, zu einem sogenannten "Gate" hochstilisiert werden. Wenige Tage nach der Präsentation des neuen iPhone XS war in den Sozialen Netzwerken, aber auch in den traditionellen Medie,n einerseits vom "Beautygate" als auch vom "Chargergate" die Rede. Im Falle des "Beautygates" ging es um zu schöne Selfies, welche durch eine stark ausgelegte Rauschreduktion durch Apple, heraufbeschworen wurden. Ein Tool das sich bei allen neuen lichtschwachen Smartphonekameras mittlerweile findet. Der "Chargergate" bezog sich auf ein etwaiges "Nichtladen" im gesperrten Modus. Apple reparierte diesen Fehler aber umgehen durch das Software-Update iOS 12.1.

    Youtuber treiben Konzerne vor sich her

    Skandalisiert wurden diese beiden, verhältnismäßig kleineren, Schwierigkeiten anfangs vor allem vom einflussreichen Youtube-Channel "Unbox Therapy". Betreiber Lewis Hilsenteger verfügt mit mehr als zwei Millionen Followern und seinen guten Connections zu anderen Yotubern auch über einen beachtlichen Einfluss, welcher sich dann über die Sozialen Medien in die etablierten Nachrichtenportale seinen Weg bahnt.

    Dabei ist die Kritk Hilsentegers mitunter sehr berechtigt. Die sprachliche Zuspitzung auf den großen aufgedeckten Skandal, dient jedoch nicht immer einer sachlichen Debatte. Sehr wohl aber drängt die aggressive Herangehensweise einflussreicher Influencer wie Hilsenteger Apple (und auch andere Firmen) dazu möglichst schnell auf neue Gegebenheiten zu reagieren. Schlechte Nachrichten über Apple sind gute Nachrichten für die Click-Zahlen der Youtuber, spätestens aber wenn diese Meldungen beim kaufkräftigen Publikum traditioneller Medien angelangt, wird es für Apple und Co brenzlich. Das lässt diese meist schnell reagieren und ist letztendlich gut für die Verbraucher. (red, 9.10.2018)

    • Apple reagiert meist sehr schnell auf Kritik.
      foto: apa/afp/josh edelson

      Apple reagiert meist sehr schnell auf Kritik.

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