"Hitler der Anden" gewinnt Bürgermeisterwahl in Peru

    8. Oktober 2018, 22:36
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    Kandidatur fast an Einspruch von Lenin Vladimir Rodriguez gescheitert

    Lima – Hitler Alba Sanchez – Spitzname: "Der Hitler der Anden" – ist neuer Bürgermeister der 3.200-Seelen-Gemeinde Yungar in Peru. Der Lokalpolitiker hatte sich im Wahlkampf als "der gute Hitler" angepriesen und damit bei den Bürgern Erfolg erzielt: Die Wahl am Sonntag gewann er mit 47,7 Prozent der Stimmen, wie am Montag bekannt gegeben wurde.

    Dabei hätte beinahe Lenin dem Kandidaten Hitler einen Strich durch die Rechnung gemacht: Der Dorfbewohner Lenin Vladimir Rodriguez Valverde hatte Einspruch gegen dessen Kandidatur eingelegt – als handle es sich um eine Parodie des Kampfes zwischen Bolschewismus und Faschismus. Doch die Wahlbehörde lehnte Lenins Beschwerde gegen Hitler ab.

    Im Radiosender RPP erklärte der Bauernsohn Hitler, ein studierter Statistiker und Informatiker, wie er zu seinem anstößigen Namen kam. "In den 80er-Jahren war die Vergabe ausländischer Namen etwas Neues", sagte er. Sein Vater habe mangels historischer Kenntnisse nicht gewusst, wer Hitler gewesen sei. Im Wahlkampf setzte er sich vor allem für den Kampf gegen Korruption ein. (APA, 8.10.2018)

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