Historischer Kalender: 10. Oktober

10. Oktober 2018, 00:00
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1818 – Der Monarchenkongress der "Heiligen Allianz" verabschiedet das "Aachener Protokoll". Österreich, Russland, Großbritannien und Preußen akzeptieren Frankreich als fünfte Großmacht und bekräftigen ihre gemeinsame Entschlossenheit, für "die Ruhe der Welt" (le repos du monde) einzutreten.

1828 – Verkehrsaufnahme des Streckenteils Budweis-Untersteindörfl der Pferdeeisenbahn Linz-Budweis. (Die Eröffnung der Gesamtstrecke nimmt 1832 Kaiser Franz I. vor).

1868 – Über Böhmen wird nach schweren Unruhen der Belagerungszustand verhängt.

1903 – Die britische Frauenrechtlerin Emmeline Pankhurst gründet in Manchester die "National Women's Social and Political Union" zur Durchsetzung des Frauenwahlrechts.

1913 – Mit der Sprengung des Gamboa-Damms im Panamakanal werden Atlantik und Pazifik miteinander verbunden. Der Seeweg zwischen New York und San Francisco verkürzt sich um 14.580 Kilometer.

1928 – Gerhart Hauptmanns Roman "Wanda" erscheint.

1938 – Die Besetzung der Sudetengebiete durch die deutsche Wehrmacht wird abgeschlossen.

1943 – In Griechenland brechen Kämpfe zwischen den beiden stärksten antifaschistischen Widerstandsorganisationen, der kommunistischen ELAS und der nationalistischen EDES, aus. (Waffenstillstand im Februar 1944).

1948 – In Klagenfurt findet unter Vorsitz von Landeshauptmann Wedenig eine Kärntner Großkundgebung gegen jugoslawische Gebietsforderungen statt. An die UNO wird appelliert, die 1920 festgelegten Grenzen anzuerkennen.

1953 – In Wien beginnt der 3. Weltgewerkschaftskongress mit mehr als 800 Teilnehmern aus 79 Staaten.

1963 – Mit der Hinterlegung der Ratifikationsurkunden tritt der Atomteststoppvertrag in Kraft.

1973 – Österreich unterzeichnet die Menschenrechtsakte der Vereinten Nationen.

1973 – US-Vizepräsident Spiro Agnew, der der Steuerhinterziehung, Erpressung und Bestechung beschuldigt wird, erklärt seinen Rücktritt. (Der republikanische Fraktionsführer Gerald Ford wird sein Nachfolger).

1983 – Der Likud-Politiker Yitzhak Shamir, der als einer der Führer der terroristischen "Stern-Gruppe" 1948 an der Ermordung des UNO-Vermittlers Graf Folke Bernadotte beteiligt gewesen war, wird als Nachfolger von Menachem Begin israelischer Ministerpräsident.

1983 – Dem nach der Kriegsrechtsverhängung internierten polnischen Arbeiterführer Lech Walesa wird der Friedensnobelpreis zuerkannt.

1988 – Bundeskanzler Franz Vranitzky trifft in Moskau mit dem sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow zusammen.

1993 – Durch den Wahlsieg seiner Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (PASOK) kehrt in Griechenland nach vierjähriger Unterbrechung Andreas Papandreou an die Macht zurück.

2003 – Israel startet eine neue Militäroffensive im Gaza-Streifen mit einem Angriff auf das palästinensische Flüchtlingslager Rafah.

2003 – Die iranische Juristin und Menschenrechtsaktivistin Shirin Ebadi erhält als erste Muslimin den Friedensnobelpreis zuerkannt.

2008 – Das Nobelkomitee in Oslo zeichnet den finnischen Ex-Präsidenten Martti Ahtisaari (71) mit dem Friedensnobelpreis 2008 aus. Ahtisaari bemühte sich unter anderem um Vermittlung im Kosovo und in der indonesischen Unruheprovinz Aceh.

Geburtstage:

Giuseppe Verdi, ital. Komponist (1813-1901)

O.F. Berg (eigtl. Ottokar Franz Ebersberg), öst. Schriftsteller (1833-1886)

Pierre Koenig, frz. General (1898-1970)

Ilja Michailowitsch Frank, sowj. Physiker (1908-1990)

Claude Simon, frz. Schriftst. (1913-2005)

Yigal Allon, israel. Politiker (1918-1980)

Daniel Raymond Massey, brit. Schauspieler (1933-1998)

Todestage:

Rudolf Oldenbourg, dt. Verleger (1811-1903)

Ludwig Edler v. Mises, öst.-US-Wirtschaftswiss. (1881-1973)

Sir Ralph Richardson, brit. Schauspieler (1902-1983)

Kurt Debus, dt.-US-Raketeningenieur (1908-1983)

Edith Piaf, franz. Sängerin (1915-1963) (n.a.A. gest. 11.10.1963)

Kurt Weinzierl, öst. Schauspieler (1931-2008)

Catherine Collard, frz. Pianistin (1947-1993)

(APA, 10.10.2018)

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